USA: „Core PCE“ sinkt auf 2,6%

USA: „Core PCE“ sinkt auf 2,6%

 

Die von der US-Notenbank bei der Inflationseinschätzung besonders beachtete Kernrate der privaten Konsumausgaben (Core PCE) ist im Vergleich zum Vorjahr laut Bureau of Economic Analysis im Mai auf 2,6% gesunken. Zuvor verharrte die Core PCE Rate drei Monate lang in Folge bei einem Wert von 2,8%. Die neuste Veröffentlichung entsprach der Konsensschätzung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise um 0,1% zu, was ebenfalls so vom Markt erwartet wurde.

Mit 2,6% ist die Kernrate der privaten Konsumausgaben in den USA im Mai auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren gesunken. Der Preisdruck nimmt somit weiterhin ab.

Die Fed hat jüngst bekräftigt, dass sie vor der ersten Zinssenkung weitere Anzeichen dafür sehen muss, dass die Inflation weiter zurückgeht. Insgesamt sollte die US-Notenbank die Zahlen begrüßen. Ein etwas bitterer Beigeschmack ist jedoch die Entwicklung der Hauspreise, die auf Monatsbasis um 0,4% angestiegen sind. Die Fed hat in den letzten Monaten mehrfach betont, dass sie mit den steigenden Kosten für Wohnraum (Shelter) unzufrieden ist.

Die Kernrate der „Personal Consumption Expenditures, PCE“ misst die preisliche Entwicklung der von den privaten Haushalten erworbenen Konsumgüter. Dabei werden, wie bei einer Kernrate üblich, die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt. Unter Berücksichtigung dieser schwankungsanfälligen Komponenten betrug die Rate im Mai ebenfalls 2,6%. Im Vergleich zum Vormonat blieb der Preisindex unverändert.

Fazit: Die Kernrate der privaten Konsumausgaben bewegt sich aktuell in die gewünschte Richtung. Sieht die US-Notenbank weitere Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung dürfte die erste Leitzinssenkung im Laufe des Jahres beschlossen werden.