Konjunktur & Preise: Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex # USA: Core PCE

Konjunktur & Preise: Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex # USA: Core PCE

 

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Rückblick: Die Stimmungsindikatoren der Einkaufsmanager in Europa dürften durch die Verunsicherung nach der EU-Wahl und aufgrund der in Frankreich ausgerufenen Neuwahlen mit ungewissem Ausgang nach unten gezogen worden sein. Bei der Befragung der Ökonomen durch das ZEW hatte sich dies noch nicht so stark gezeigt. Die Zentralbanken abseits von Fed und EZB agierten wie erwartet. Während die Leitzinsen in Großbritannien, Norwegen und Australien deutlich über 4% liegen und unangetastet blieben, gab es in der Schweiz eine Senkung auf nun 1,25%. In China wurden sie bei rund 3,5% (kurzfristig) bzw. 4,0% (mittelfristig) gehalten.

Ausblick: In der kommenden Woche wird die von der Fed besonders beachtete Inflationsrate Core PCE veröffentlicht. Zudem zeigt sich, ob die Verunsicherung auch die Stimmungsbarometer bei Unternehmern und Verbrauchern drückt und es gibt erste Juni-Inflationsraten aus Europa.

 

Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex

Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte im Mai bei 89,3 Zählern, nachdem er zuvor drei Mal in Folge gestiegen war. Dies ist der höchste Wert seit einem Jahr. Für die Juni-Umfrage wird im Konsens eine minimale Steigerung auf 89,7 Punkte erwartet. Insgesamt hat sich die Dynamik seit Jahresbeginn verbessert. Die Tiefstände scheinen überwunden, mehr aber noch nicht. Alles in allem deutet der Frühindikator darauf hin, dass sich in Deutschland langsam eine moderate konjunkturelle Erholung abzeichnet. Für das Gesamtjahr gehen wir von einem Wachstum von etwa 0,3% aus.

USA: Core PCE

Die von der US-Notenbank bei der Inflationseinschätzung besonders beachtete Kernrate der privaten Konsumausgaben (Core PCE) verharrte im April das dritte Mal in Folge bei 2,8%. Dies entsprach der Konsensschätzung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise um 0,2% zu, etwas weniger als vom Markt erwartet. Damit zeichnet sich aktuell weder ein Aufwärts- noch ein Abwärtstrend ab. Die Kernrate der „Personal Consumption Expenditures, PCE“ misst die preisliche Entwicklung der von den privaten Haushalten erworbenen Konsumgüter. Dabei werden, wie bei einer Kernrate üblich, die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt.