Erfreuliche Verbreiterung des Marktes
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Der von eher „klassischen“ Branchen dominierte New Yorker Börsenindex Dow Jones Industrial Average notierte am vergangenen Freitag zum ersten Mal oberhalb der 50.000er-Marke. Dies passt dazu, dass die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen deutlich an Breite gewonnen haben. Die Konzentration der Investoren auf bestimmte wenige marktschwere US-Wachstumswerte aus der Technologiebranche ist zugunsten einer „Wiederentdeckung“ anderer Branchen, Regionen und Stile zumindest aktuell verschwunden.
Zu steigender regionaler Marktbreite trug auch die Parlamentswahl in Japan bei: Nachdem die Regierungspartei und ihr Koalitionspartner ihre Position ausbauen konnten, legte der japanische Aktienmarkt in Erwartung einer expansiven Finanzpolitik weiter zu.
In den USA signalisierte ein besser als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktbericht eine günstigere Konjunkturentwicklung. Das trieb die Stimmung für konjunktursensible Aktien an, sorgte aber auch für eine Dämpfung von Erwartungen auf eine Zinssenkung der Fed.
Eine Konstante zu den Vorwochen blieb: Aktien von Unternehmen, die im Verdacht stehen, auch nur in Teilbereichen möglicherweise Einbußen durch neue KI-Anwendungen zu erleiden, wurden gemieden. In den vergangenen Tagen sind nun auch Unternehmen aus dem Wertpapierdienstleistungs-, Vermögensverwaltungs- und Versicherungsbereich unter Druck geraten.
Wie geht es weiter?
Die Berichtssaison wird uns auch in der nächsten Woche begleiten. Bei europäischen Unternehmen dürfte dabei weiterhin interessant bleiben, wie die Konzerne mit den in den vergangenen 12 Monaten aus ihrer Sicht verschlechterten Währungsrelationen zurechtkommen.
Die jüngsten US-Konjunkturdaten könnten, in der Vorwoche waren ja schon die Einkaufsmanagerindizes gut ausgefallen, die Perspektiven für Aktien aus konjunktursensibleren Branchen verbessern.
Insgesamt sehen wir uns mit unserem Appell aus dem Jahresausblick 2026 zu einer breiten Aufstellung nach Regionen und Themen gut aufgestellt. Durch den Wahlausgang in Japan haben auch in der Region engagierte Aktienfonds weiter Auftrieb bekommen. Aber auch in den USA haben Investments abseits der „Magnificent 7“ an Attraktivität gewonnen. Hierzu gehören Themen wie Energieinfrastruktur oder Nebenwerte.