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Quelle: Bloomberg
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Rückblick:
In den USA war in den letzten Monaten eine gegenläufige Entwicklung der beiden wichtigsten Indikatoren für die Konsumentenstimmung zu beobachten. In der vergangenen Woche erreichte der Index für das Konsumklima der Universität Michigan mit 44,8 Punkten einen historischen Tiefpunkt. Nach drei Anstiegen in Folge gab das Verbrauchervertrauen gemäß Conference Board in dieser Woche leicht nach. Allerdings fiel der Rückgang weniger stark aus als am Markt erwartet. Ein wichtiger Grund für den leichten Rückgang war der deutliche Preisanstieg bei Energie, der jedoch im Vergleich zum Konsumklima der Universität Michigan weniger stark gewichtet ist. Die gestiegenen Energiepreise zeigten sich auch in den gestern veröffentlichten Inflationsdaten auf Basis der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für April. Die entsprechende PCE-Inflationsrate stieg im Jahresvergleich auf 3,77 Prozent an, was den Erwartungen am Markt entsprach. Dies ist der höchste Stand seit drei Jahren. Steigende Energiepreise waren der Haupttreiber für diesen Anstieg. Doch auch die ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel berechnete PCE-Kerninflationsrate – das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß – stieg im April weiter an und erreichte im Jahresvergleich einen Wert von 3,3 Prozent. Ein wichtiger Grund hierfür waren die Preisanstiege im Dienstleistungssektor. Die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA legten im April unerwartet deutlich zu. Im Vergleich zum Vormonat stiegen diese um 7,9 Prozent (erwartet wurden 3 Prozent) an. Diese Zahl wurde jedoch durch einen sprunghaften Anstieg bei zivilen Flugzeugen und Rüstungsaufträgen verzerrt. Ohne diese Faktoren läge das Wachstum lediglich bei 1,1 Prozent.
In Deutschland ist die Inflationsrate nach einer ersten vorläufigen Schätzung von 2,9 Prozent im April auf 2,6 Prozent im Mai zurückgegangen. Die Kernrate erhöhte sich im selben Zeitraum von 2,3 auf 2,5 Prozent. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg war jedoch die Umkehrung eines Basiseffekts, welcher im Vormonat zu einem Rückgang der Kernrate führte. In Frankreich und Spanien lagen die Inflationsraten mit jeweils 2,4 und 3,2 Prozent ebenfalls unterhalb der Markterwartung.
Ausblick:
Auch in der nächsten Woche werden die Lage im Nahen Osten und der Ölpreisschock im Mittelpunkt stehen. Von besonderem Interesse sind dabei die möglichen Folgen für die Inflationsraten, die Gefahr von Zweitrundeneffekten sowie die Reaktion der Notenbanken. In der kommenden Woche ist vor diesem Hintergrund insbesondere die Veröffentlichung der Inflationsrate für den gesamten Euroraum von Interesse. Am Freitag wird der US-Arbeitsmarktbericht für die US-Notenbank (Fed) eine wichtige Grundlage für ihre weitere Geldpolitik sein. Zudem werden die chinesischen Einkaufsmanagerindizes erwartet.
Euroraum: Inflationsrate
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Die durch den Iran-Krieg stark angestiegenen Energiepreise führten im Euroraum im März und April zu einem deutlichen Anstieg der Teuerungsraten. So stieg die Inflationsrate im Jahresvergleich zunächst auf 2,6 und daraufhin auf 3,0 Prozent. In den kommenden Monaten dürfte sie sich auch weiterhin deutlich oberhalb des Inflationsziels von 2 Prozent der Europäischen Zentralbank (EZB) halten. Für das weitere Vorgehen der EZB dürften vor allem mögliche „Zweitrunden-Effekte“ entscheidend sein. Dies sind Ausweitungen der energieseitigen Preissteigerungen auf andere Güter und Dienstleistungen. Die Inflationsraten für Mai werden der EZB bei ihrer Sitzung im Juni vorliegen und wichtige Indikatoren für ihre weitere Zinspolitik darstellen.
USA: Arbeitsmarkt
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Nach einem deutlichen und unerwarteten Rückgang von 92.000 Stellen im Februar hat sich der US-Arbeitsmarkt mit Zuwächsen von 178.000 im März und 115.000 im April zuletzt wieder erholt. In beiden Monaten wurden die Erwartungen am Markt übertroffen. Insgesamt zeigt der Arbeitsmarkt weiterhin Anzeichen einer Stabilisierung. Die Situation am Arbeitsmarkt zeichnet sich weiterhin durch wenige Entlassungen und wenige Neueinstellungen aus („Low-hire, low-fire“-Markt). Einige Fed-Mitglieder hatten den US-Arbeitsmarkt zuletzt als im Gleichgewicht befindlich bezeichnet. Sollte er sich auch in den kommenden Monaten als relativ robust erweisen, könnte die US-Notenbank, deren Doppel-Mandat sowohl Vollbeschäftigung als auch Preisniveaustabilität umfasst, eine abwartende Haltung gegenüber der künftigen Inflationsentwicklung einnehmen.