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Quelle: Bloomberg
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Rückblick:
Letzte Woche Freitag hat der US-Supreme Court einen Großteil der von der US-Administration eingeführten Zölle aufgehoben. Als Reaktion auf das Urteil führte die Regierung einen pauschalen Importzoll von 15 Prozent ein. Wie es weitergeht, bleibt ungewiss, dürfte aber einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Entwicklung makroökonomischer Größen haben. Unsere Markteinschätzung zu den jüngsten Zolleffekten finden Sie hier.
In Deutschland überraschte der ifo Geschäftsklimaindex für Februar mit 87,6 Punkten positiv und markierte den höchsten Stand seit August 2025. Clemens Fuest, der Präsident des ifo Instituts, sagte, dass die deutsche Konjunktur erste Anzeichen einer Erholung aufweise. Der GfK-Konsumklimaindex für März verfehlte hingegen die Konsensschätzung. Die deutsche Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent. Die chinesische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen diese Woche unverändert. Der vom Conference Board erhobene Index zum Verbrauchervertrauen in den USA übertraf mit einem Stand von 91,2 Punkten die Markterwartungen deutlich. Außerdem kam es zu einer relativ starken Revision beim Vormonatswert (von 84,5 auf 89,0). In Frankreich stieg die Inflationsrate stärker an als erwartet. Die nach dem Standard der EZB berechnete Inflationsrate lag im Februar bei 1,1 Prozent. Die Konsensprognose belief sich auf einen Anstieg um 0,8 Prozent. Auch in Spanien lag die Teuerungsrate mit 2,5 Prozent oberhalb der Markterwartung.
Ausblick:
In der kommenden Woche richten die Marktteilnehmer ihren Fokus insbesondere auf den US-Arbeitsmarktbericht und die chinesischen Einkaufsmanagerindizes. Von besonderem Interesse sind zudem die Inflationsraten für den Euroraum. Nach dem starken Anstieg der Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Dezember liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung im Januar.
Euroraum: Inflationsraten

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Im Januar lag die Inflationsrate im Euroraum bei 1,7 Prozent. Die Kerninflationsrate, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel nicht berücksichtigt werden, lag weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Für Februar haben bereits einige Euro-Länder ihre Inflationsdaten veröffentlicht. In vielen Fällen (insbesondere in Frankreich und Spanien) haben die Teuerungsraten wieder angezogen und lagen über den Markterwartungen. Inflationsseitig dürfte die EZB also gegenwärtig weiterhin wenig Druck verspüren, ihre Leitzinsen anzupassen.
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USA: Arbeitsmarkt

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Die aufgrund des Teil-Shutdowns erst verzögert bereitgestellten Arbeitsmarktzahlen für Januar überraschten die Märkte positiv. Die Anzahl der neu geschaffenen Stellen lag mit 130.000 deutlich über den erwarteten 65.000. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent zurück. Das Lohnwachstum blieb moderat. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Arbeitsmarktbericht üblicherweise starken Revisionsschwankungen unterliegt. Insgesamt zeichnet sich gegenwärtig eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes ab. Dies entspräche auch den Erwartungen der US-Notenbank, die eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes in den kommenden Monaten erwartet.