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Konjunktur & Preise: Euroraum: EZB Leitzinsen # Deutschland: ZEW Index

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Quelle: Bloomberg

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Rückblick:

In der letzten Woche war der wiederaufgeflammte Konflikt um die Straße von Hormus einmal mehr das prägende Thema. Am Montag überschritt der Preis für ein Barrel Brent erstmals seit drei Wochen wieder die Marke von 80 US-Dollar und pendelt derzeit um 85 US-Dollar. Die nordamerikanische Sorte WTI liegt aktuell bei rund 80 US-Dollar pro Barrel, was zwar etwas weniger ist, doch sind solche Preise jenseits des Atlantiks sogar schon vier Wochen her. Insgesamt bleibt wenig mehr als die Erkenntnis, wie schwer geopolitische Konflikte vorherzusagen sind und wie schnell sich die Situation jeweils zum positiven oder negativen drehen kann.

Immerhin haben die rückläufigen Rohölnotierungen zu einer positiven Inflationsüberraschung geführt. In den USA fiel die Gesamtrate der Verbraucherpreise mit 3,5 % deutlich niedriger als im Vormonat (4,2 %) aus und lag zudem deutlich unter der Konsensprognose (3,8 %). Ähnlich sah es bei der Kernrate aus: mit 2,6 % lag sie deutlich unter den Erwartungen von 2,8 %. Auch die Erzeugerpreise stiegen weniger stark als befürchtet. Das spricht dafür, dass es bisher noch nicht zu großen, nachhaltigen Zweitrundeneffekten gekommen ist. Aus China gab es eine ganze Batterie von Makro-Indikatoren die veröffentlicht wurden. Insgesamt verstetigt sich das Bild einer exportabhängigen Volkswirtschaft. So stiegen die Exporte um 27 % zum Vorjahresmonat und auch die Industrieproduktion legte um 5,3 % zum Vorjahr zur. Doch zeigt das BIP-Wachstum von 4,3 % zum Vorjahresquartal eine deutliche Abkühlung. Zuvor lag der Wert noch bei 5,0 % und die Prognostiker waren von 4,5 % ausgegangen. Entsprechend schwach muss der Binnenkonsum sein.

Ausblick:

In den aktuellen Sphären sind die Ölpreise zwar auf einem höheren Niveau als vor dem Konflikt, aber insgesamt noch verkraftbar. Entscheidend für die Konjunktur und vor allem auch den Inflationsausblick wird daher sein, ob die Preise noch weiter steigen oder wieder fallen.

In der kommenden Woche könnten die Produzentenpreise aus Deutschland eine Indikation zum weiteren Inflationsdruck bieten. Daneben stehen mit dem ZEW Indikator, dem GfK Konsumklimaindex und den Einkaufsmanagerindizes einige Frühindikatoren auf dem Plan. Zudem gibt es die letzte Sitzung der EZB vor der Sommerpause.

Euroraum: EZB Leitzinsen

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Im Juni ergriff die EZB entschlossene Maßnahmen und erhöhte ihren Einlagensatz auf 2,25 Prozent. Dieser einstimmige Beschluss basierte auf der Einschätzung, dass die gestiegenen Energiepreise die Inflation mittelfristig über das Ziel von zwei Prozent treiben würden. Kurz nach der Sitzung kam es jedoch zu starken Energiepreisrückgängen, die zu einem deutlich nachlassenden Preisdruck geführt haben. Die EZB macht sich nach wie vor große Sorgen über mögliche Zweitrundeneffekte, also eine Übertragung der höheren Energiepreise auf andere Güter und Dienstleistungen. Die Kommunikation der stimmberechtigten EZB-Mitglieder deutet auf unterschiedliche Ansichten über das Ausmaß dieser Effekte und die Frage, inwieweit dies weitere Zinsanpassungen rechtfertigt, hin. Der wiederaufgeflammte Iran-Konflikt und der damit einhergehende Anstieg der Energiepreise haben jedoch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Leitzinsanpassung erhöht. Dennoch schien das Offenmarktgremium am Mittwoch mit gespaltenen Ansichten in die „Quiet Period” – die Zeitspanne vor Notenbanksitzungen, in der keine Kommentare zur Geldpolitik zugelassen sind – gegangen zu sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es im Juli zu keiner Zinsänderung kommen. Allerdings könnten die Märkte auf der Pressekonferenz der EZB am Donnerstag auf eine weitere Erhöhung im Jahresverlauf vorbereitet werden. Per 16. Juli preisen die Geldmärkte rund 24 Basispunkte zusätzliche EZB-Straffung bis September ein.

Deutschland: ZEW Index

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Im Juni ergriff die EZB entschlossene Maßnahmen und erhöhte ihren Einlagensatz auf 2,25 Prozent. Dieser einstimmige Beschluss basierte auf der Einschätzung, dass die gestiegenen Energiepreise die Inflation mittelfristig über das Ziel von zwei Prozent treiben würden. Kurz nach der Sitzung kam es jedoch zu starken Energiepreisrückgängen, die zu einem deutlich nachlassenden Preisdruck geführt haben. Die EZB macht sich nach wie vor große Sorgen über mögliche Zweitrundeneffekte, also eine Übertragung der höheren Energiepreise auf andere Güter und Dienstleistungen. Die Kommunikation der stimmberechtigten EZB-Mitglieder deutet auf unterschiedliche Ansichten über das Ausmaß dieser Effekte und die Frage, inwieweit dies weitere Zinsanpassungen rechtfertigt, hin. Der wiederaufgeflammte Iran-Konflikt und der damit einhergehende Anstieg der Energiepreise haben jedoch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Leitzinsanpassung erhöht. Dennoch schien das Offenmarktgremium am Mittwoch mit gespaltenen Ansichten in die „Quiet Period” – die Zeitspanne vor Notenbanksitzungen, in der keine Kommentare zur Geldpolitik zugelassen sind – gegangen zu sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es im Juli zu keiner Zinsänderung kommen. Allerdings könnten die Märkte auf der Pressekonferenz der EZB am Donnerstag auf eine weitere Erhöhung im Jahresverlauf vorbereitet werden. Per 16. Juli preisen die Geldmärkte rund 24 Basispunkte zusätzliche EZB-Straffung bis September ein.

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