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Konjunktur & Preise: USA: Inflationsrate # China: BIP

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Quelle: Bloomberg

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Rückblick:

Sowohl die Auftragseingänge als auch die Industrieproduktion und der Außenhandel haben sich deutlich verbessert. Die deutschen Exporte stiegen im Mai zum vierten Mal in Folge an. Hervorzuheben ist hierbei ein Anstieg von über 23 Prozent gegenüber dem Vormonat bei Exporten in die USA. Die gesamten Exporte legten gegenüber April um 0,9 Prozent zu (Konsensschätzung: -0,4 %). Der Außenhandel zeigt sich trotz des Iran-Konflikts weiterhin robust. Die Importe gingen im Mai um 2,5 Prozent zurück, was deutlich stärker ist als die am Markt erwarteten 0,8 Prozent. Dadurch belief sich der Handelsüberschuss im Juni auf 19,1 Milliarden Euro. Die deutsche Industrieproduktion stieg im Mai im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent (Konsensschätzung: 0,1 Prozent). Wichtiger Faktoren für den deutlichen Anstieg waren der Automotive-Sektor (+3,6 %) und das Baugewerbe. Nachdem die Auftragseingänge im April unerwartet stark zurückgegangen waren, erholten sie sich im Mai spürbar. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 1,9 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent.

Im Euroraum stieg der Produzentenpreisindex (PPI) im Mai gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent. Damit bleibt er weiterhin auf einem deutlich erhöhten Niveau. Wie bereits bei dem starken Anziehen der Inflationsraten sind auch hier vornehmlich die gestiegenen Energiepreise verantwortlich. In den USA verschlechterte sich die Handelsbilanz merklich. Im Mai sanken die Exporte (insbesondere aufgrund eines starken Rückgangs bei nicht monetärem Gold) im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe um 3,3 Prozent an. Der ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor ging im Juni um 0,5 Punkte auf 54 Punkte zurück. Dies entsprach den Erwartungen am Markt. Grund hierfür war insbesondere eine Abkühlung bei den Subindizes für Aktivität und Auftragseingänge. Der PMI blieb dennoch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Mit einem Anstieg um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag die Inflationsrate in China im Juni 0,1 Prozentpunkte unter der Markterwartung. Dies war die niedrigste Rate der letzten drei Monate und deutet auf einen nachlassenden Preisdruck im Reich der Mitte hin. Im Vergleich zum Vormonat betrug die Rate -0,3 Prozent, was insbesondere Ausdruck der schwachen Binnennachfrage sein dürfte.

Ausblick:

In der kommenden Woche wird eine Reihe wichtiger Daten aus China erwartet, die einen breiten Einblick in die chinesische Konjunktur ermöglichen dürften. Mit Blick auf die USA sticht als eines der wichtigsten Datenpunkte die Inflationsrate hervor, da diese ein wichtiger Indikator für das weitere Vorgehen der US-Notenbank sein dürfte. Vor diesem Hintergrund ist auch der US-Produzentenpreisindex von besonderer Relevanz. Am Freitag steht insbesondere die Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan im Fokus der Marktteilnehmer.

USA: Inflationsraten

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Nachdem die Inflationsraten im Euroraum im Juni bereits die Energiepreisrückgänge im Zuge der Öffnung der Straße von Hormus widerspiegelten, dürfte eine ähnliche Entwicklung auch bei der US-Inflationsrate zu beobachten sein. Das Protokoll der Juni-Sitzung der US-Notenbank zeigte, dass die Meinungen im Offenmarktgremium, das über Änderungen des Leitzinses entscheidet, hinsichtlich eines Beibehaltens oder einer Anhebung des Zinssatzes etwa gleichauf liegen. Insofern dürfte der Veröffentlichung der Inflationsrate eine wichtige Bedeutung zukommen. Es wird interessant sein, ob und, falls ja, in welchem Ausmaß Zweitrundeneffekte, also die Übertragung der Energiepreise auf andere Güter und Dienstleistungen, in der Inflationsrate sichtbar sein werden. Ein besonderes Augenmerk dürfte zudem auf den Preissteigerungen für Wohnraum (Shelter) liegen. Diese Komponente macht rund 36 Prozent des zur Berechnung der Inflationsrate zugrunde liegenden Warenkorbs aus und wies seit Dezember wieder einen deutlichen Aufwärtstrend auf. Die jüngsten Anstiege bei dieser Komponente können zum Teil auf den Iran-Konflikt zurückgeführt werden.

China: BIP

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Die Konsenserwartung für das chinesische BIP im zweiten Quartal liegt bei 4,5 Prozent und damit deutlich unter der Wachstumsrate von 5 Prozent im ersten Quartal. Damit liegt die erwartete Rate deutlich unter der Wachstumsrate von 5 Prozent im ersten Quartal und am unteren Ende des offiziellen staatlichen Zielbandes von 4,5 – 5,0 Prozent. Die chinesische Wirtschaft entwickelt sich gegenwärtig mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Einerseits boomt vor allem die Exportindustrie, was vor allem auf eine starke Nachfrage nach KI-Hardware und grünen Technologien zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite bleibt die Binnennachfrage schwach, Investitionen in Immobilien sind rückläufig und die Kreditnachfrage gering. Interessanter als die Höhe des Wachstums dürfte dessen Zusammensetzung sein. Hier stellt sich die Frage, inwieweit das Wachstum weiterhin relativ einseitig vom Exportsektor getragen wird oder ob es Anzeichen für eine Verbreiterung gibt.

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