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Quelle: Bloomberg
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Rückblick:
Auch in dieser Woche waren die noch immer nicht quantifizierbaren Folgen des Angriffs Israels und der USA auf den Iran spürbar und prägten die Pressekonferenzen der Notenbanken. Je nach Dauer und Ausprägung des Konflikts werden sich die Folgen in den kommenden Monaten – in einigen Fällen mit zeitlicher Verzögerung – zunehmend in den makroökonomischen Daten widerspiegeln.
Der Konjunkturindex des ZEW gab diese Woche unerwartet stark nach und fiel von 58,3 auf -0,5 Punkte. Dieser ungewöhnlich starke Rückgang ist vor allem auf mögliche negative Auswirkungen des Iran-Konflikts sowie auf steigende Energiepreise zurückzuführen. Im März ließen die großen Notenbanken ihre Leitzinsen unverändert. Auch hier war das bestimmende Thema der Iran-Konflikt. Die Notenbanken betonten, dass es zu höherer Inflation und geringerem Wachstum kommen dürfte. Die Auswirkungen bleiben jedoch von der nicht abzusehenden Dauer des Konflikts abhängig. Interessant war in diesem Zusammenhang, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Projektionen kurzfristig überarbeitet hatte, um die möglichen Folgen des Iran-Konflikts besser berücksichtigen zu können. Die US-Notenbank (Fed) stand derweil kurz davor, aufgrund der hohen Ungewissheit auf die Veröffentlichung ihrer Projektionen zu verzichten. Insgesamt signalisierte die EZB ihre Bereitschaft, den Leitzins bei einer Gefährdung ihres Inflationsziels anzuheben. Die Fed betonte, dass sie ohne einen weiteren Rückgang der Inflation zunächst keine weiteren Senkungen vornehmen werde.
Ausblick:
In der kommenden Woche ist der ökonomische Datenkalender relativ leer. Im Fokus der Marktteilnehmer stehen vor allem der ifo-Geschäftsklimaindex und der GfK-Konsumklimaindex. Neben der Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes werden zudem Inflationsdaten aus Europa erwartet.
Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex

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Nach dem überraschend schwachen ZEW-Index wird die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex mit großer Spannung erwartet. Der Index verbesserte sich im Februar von 87,6 auf 88,6 Punkte. Aufgrund des Iran-Konflikts hat das ifo Institut seine Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,8 Prozent herabgesetzt.
Deutschland: GfK-Konsumklimaindex

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Der GfK-Konsumklimaindex hat sich im März um 0,5 Punkte auf minus 24,7 Punkte verschlechtert. Auch hier stellt sich die Frage, inwieweit der Iran-Konflikt die ohnehin schlechte Stimmung unter den Verbrauchern belasten wird.