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Konjunktur & Preise: Deutschland: ZEW Index # Euroraum: Einkaufsmanagerindizes verarbeitendes Gewerbe

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Quelle: Bloomberg

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Rückblick:

In dieser Woche war der ökonomische Datenkalender vergleichsweise leer. Im Fokus standen die verspätet bereitgestellten US-Arbeitsmarktzahlen für Januar sowie die US-Inflationsrate. Der Anstieg der neu geschaffenen Stellen um 130 Tausend fiel überraschend stark aus; die Konsenserwartung lag bei 65 Tausend. Die Arbeitslosenquote gab um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent nach. Entsprechend den Erwartungen der US-Notenbank (Fed) scheint sich der Arbeitsmarkt langsam zu stabilisieren. Dennoch dürften die Zahlen wie immer sehr anfällig für Revisionen sein. Die US-Einzelhandelsdaten fielen derweil schwächer als erwartet aus. Eine negative Überraschung war zudem der deutliche Rückgang bei den verkauften Bestandshäusern. Mit 2,4 Prozent lag die Inflationsrate im Januar um 0,1 Prozentpunkte unter der Konsensschätzung. Die Kern-Inflationsrate entsprach mit 2,5 Prozent hingegen den Erwartungen am Markt.

In den heimischen Gefilden gab es diese Woche nur wenige relevante Veröffentlichungen. Im Euroraum ergab die Zweitschätzung für das BIP-Wachstum im vierten Quartal keine Veränderungen, sodass weiterhin ein Wachstum von 0,3 Prozent zu verzeichnen ist. Die Inflationsrate lag im Dezember bei 0,8 Prozent. Im Januar war die Inflationsrate mit 0,2 Prozent deutlich geringer. Ein stabiles und nachhaltiges Preiswachstum bleibt in China somit weiterhin aus.

Ausblick:

In der kommenden Woche wartet ein äußerst voller Datenkalender. Der ZEW Index und die Einkaufsmanagerindizes bieten neue Einblicke in die heimische Konjunktur. Auch für den Euroraum und die USA werden Einkaufsmanagerindizes erwartet. Zudem dürften die Augen der Marktteilnehmer insbesondere auf die Core-PCE-Rate gerichtet sein, das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß.

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Deutschland: ZEW Indikator

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Der ZEW Index verbesserte sich im Januar deutlich von 45,8 auf 59,6 und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli des vergangenen Jahres. Der seit Ende 2025 bestehende Aufwärtstrend setzte sich somit fort. Die Erwartungen an die stimulierende Wirkung des deutschen Konjunkturpakets und mögliche Ausstrahleffekte auf den gesamten Euroraum sind nach wie vor hoch.

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Euroraum: Einkaufsmanagerindizes verarbeitendes Gewerbe

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Im Januar verbesserte sich der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland von 47,0 auf 49,1 Punkte. Der Anstieg wurde durch eine höhere Produktion und einen leichten Anstieg der Auftragseingänge unterstützt. Dennoch verharrt der Index mit einem Wert von 49,1 weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In Frankreich verbesserte sich der entsprechende Index ebenfalls und erreichte mit 51,2 den höchsten Stand seit Juni 2022. Ähnlich wie in Deutschland bleibt der Einkaufsmanagerindex für den gesamten Euroraum weiterhin unter der Wachstumsschwelle. Im Dienstleistungssektor liegen die entsprechenden Einkaufsmanagerindizes hingegen weiterhin oberhalb der 50-Punkte-Marke.

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