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Quelle: Bloomberg
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Rückblick:
In dieser Woche stand insbesondere die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für September im Fokus. In Deutschland gab der entsprechende Index für das verarbeitende Gewerbe leicht von 54,3 auf 53,8 Punkte nach. Dennoch bleibt er den achten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und somit im Expansionsbereich. Überraschend stark präsentierte sich der Dienstleistungssektor. Hier sprang der PMI von 49,7 Punkten im August auf 52,9 Punkte im September. Dies brachte den aus den beiden Teilindizes berechneten Gesamtindex auf 53,8 Punkte – ein Elfmonatshoch. Das aufgehellte Bild der deutschen Konjunktur wurde auch durch den überraschend starken Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindexes unterstützt. Dieser verbesserte sich im September auf 89,9 Punkte (Markterwartung: 89,0 Punkte). Damit erreichte er den höchsten Stand seit Mai 2023.
Trotz des geopolitischen Gegenwinds stieg der Index somit zum fünften Mal in Folge an und untermauert das Bild der konjunkturellen Erholung in Deutschland. Zudem hoben die fünf führenden deutschen Wirtschaftsinstitute ihre gemeinsame Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2026 von 0,6 auf 1,3 Prozent an. Das GfK-Konsumklima für Oktober gab jedoch unerwartet deutlich auf -30,6 Punkte nach. Hauptgrund für die weiterhin eingetrübte Konsumentenstimmung sind die steigenden Energiepreise.
Auch im Euroraum deuten die Einkaufsmanagerindizes für September auf eine Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung hin. Ebenso wie in Deutschland fiel vor allem der unerwartet deutliche Anstieg des PMI für den Dienstleistungssektor um 1,4 Punkte auf 53,0 Punkte ins Auge. Dies brachte den Gesamtindex mit 53,1 Punkten auf den höchsten Stand seit über drei Jahren. Das Konsumentenvertrauen verschlechterte sich im August jedoch. Dies war ebenso wie beim deutschen GfK-Index vor allem auf die gestiegenen Energiepreise und Inflationsraten zurückzuführen.
Auch der Gesamt-Einkaufsmanagerindex in den USA verbesserte sich unerwartet stark. Mit einem Sprung von 56 Punkten im August auf 58,4 Punkte im September liegt der Index nach dem vierten monatlichen Anstieg in Folge auf dem höchsten Stand seit Juli 2021. Die beiden Teilindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor legten ebenfalls stärker zu als erwartet. Dabei zogen sowohl die Beschäftigungskomponente als auch die der Inputpreise an, was zu steigenden Markterwartungen für Leitzinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) führte.
In China ließ die Zentralbank ihre Leitzinsen im September unverändert.
Ausblick:
In der kommenden Woche werden zahlreiche wichtige Daten erwartet, die Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen der EZB und der Fed liefern dürften. In beiden Währungsräumen werden zentrale Inflationsdaten veröffentlicht. In den USA dürfte zudem dem Arbeitsmarktbericht am Freitag eine besondere Bedeutung zukommen. Auch im Euroraum wird in der kommenden Woche die Arbeitslosenquote veröffentlicht. Zudem werden die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für September erwartet.
USA: PCE-Inflationsrate
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In den USA stehen in der kommenden Woche neben dem Arbeitsmarktbericht vor allem die jüngsten Daten zu den privaten Konsumausgaben („Personal Consumption Expenditures“, PCE) im Fokus der Markteilnehmer. In den vergangenen Wochen betonte Fed-Präsident Kevin Warsh mehrfach, dass die Kern-PCE-Rate das bevorzugte Inflationsmaß der Notenbank ist und bleibt. Zudem hob er hervor, dass der Zielwert exakt 2,0 Prozent beträgt. Die PCE-Inflationsrate verringerte sich im Jahresvergleich von 4,1 Prozent im Mai sukzessiv auf 3,7 Prozent im Juli. Die Kernrate gab von 3,5 Prozent im Mai auf 3,3 Prozent im Juni nach und blieb im Juli auf diesem Niveau. Die anhand des Verbraucherpreisindex (CPI) berechneten Teuerungsraten im August fielen in Teilen etwas höher aus als am Markt erwartet. Die PCE-Daten dürften daher wichtige Einblicke in den Preisdruck im August in den USA gewähren. Auf ihrer September-Sitzung hob die US-Notenbank ihre Prognose für die Kern-PCE-Rate für das Jahr 2026 von 3,3 auf 3,4 Prozent an. Die Rate ist somit gegenwärtig weit entfernt von der 2-Prozent-Zielmarke der Fed.
Euroraum: Inflationsraten
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Zentrale Treiber der Preissteigerungen im Euroraum sind nach wie vor die gestiegenen Energiepreise. Nachdem sich die Situation im Frühsommer an der Straße von Hormus kurzfristig entspannt hatte, führten gesunkene Energiepreise zu einem leichten Rückgang der Inflationsrate im Juni auf 2,8 Prozent. Seitdem hat der energiebedingte Preisdruck jedoch wieder deutlich zugenommen und zu einem sukzessiven Anstieg der Inflationsrate auf 3,2 Prozent im August geführt. Die Kernrate, die die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, erhöhte sich im Juli zwar von 2,4 auf 2,5 Prozent, fiel im August jedoch wieder auf 2,4 Prozent zurück. Die direkten und indirekten Preissteigerungen, die sich aus den gestiegenen Energiepreisen ergeben, spiegeln sich bereits teilweise in den Daten wider. Mit Blick auf den bevorstehenden Winter bleibt die Entwicklung der Gaspreise ein besonderer Sorgenpunkt. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass bislang keine inflationären Zweitrundeneffekte erkennbar sind. Die Gefahr, dass diese sich materialisieren, nimmt mit der Dauer des Konflikts jedoch weiter zu. Auch die EZB sieht derzeit keine Zweitrundeneffekte. Auf ihrer Sitzung im September hat die Zentralbank allerdings ihre Inflationsprognosen angehoben. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die Kerninflationsrate. Grund für die Anpassung der Prognosen ist die Erwartung der Währungshüter, dass sich die Energiepreise stärker als bislang angenommen auf weitere Preise auswirken werden. Aus diesem Grund steht nächste Woche vor allem die Kerninflationsrate im Fokus des Interesses der Marktteilnehmer.