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Konjunktur & Preise: Euroraum: Inflationsraten # USA: Arbeitsmarkt

Rückblick:

In den vergangenen zwei Wochen standen aufgrund der Feiertage nur wenige Termine im Kalender. Überraschend stark fiel das BIP-Wachstum in den USA für das dritte Quartal aus. Es legte zum Vorquartal (annualisiert) um 4,3 Prozent zu. Die Konsenserwartung am Markt lag lediglich bei 3,3 Prozent. Das Verbrauchervertrauen in den USA, gemessen am Conference-Board-Index, verbesserte sich ebenfalls etwas stärker als erwartet. In China übertrafen die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor die Erwartungen leicht.

Ausblick:

In der kommenden Woche ist der Kalender dagegen recht voll. Neben den Inflationsdaten aus den Euroländern und dem Euroraum als Ganzes werden auch die deutschen Auftragseingangs- und Industrieproduktionszahlen veröffentlicht. Große Beachtung wird zudem der US-Arbeitsmarktbericht finden.

Euroraum: Inflationsraten

Im Euroraum lag die Inflationsrate im November unverändert bei 2,1 Prozent und bewegt sich somit weiterhin nah am Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Auf ihrer Notenbanksitzung im Dezember hat die EZB ihre überarbeiteten Inflationsprognosen vorgestellt. Demnach erwartet die EZB für die Jahre 2026 und 2027 eine durchschnittliche Inflationsrate, die leicht unterhalb von 2 Prozent liegt, und erst 2028 das Zielniveau erreicht. Während sich die Teuerungsrate für den gesamten Währungsraum bei rund 2 Prozent eingependelt hat, gibt es zwischen den einzelnen Euroländern nach wie vor deutliche Unterschiede. So bewegt sich die Inflationsrate in Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euroraum, oberhalb des Zielwertes, während sie in Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft, nach wie vor leicht unterhalb von 1 Prozent liegt.

USA: Arbeitsmarkt

Nach Ende des Shutdowns wurden im Dezember die Arbeitsmarktdaten für zwei Monate veröffentlicht. Für Oktober erschien jedoch nur die Hälfte der Indikatoren, da die Haushaltsumfragen nicht durchgeführt wurden. Die neuen Stellen (ohne Landwirtschaft) lagen im November bei 64.000, nachdem es im Oktober zu einem Rückgang um 105.000 Stellen gekommen war. Die Arbeitslosenquote stieg im November auf 4,6 Prozent. Im September lag diese bei 4,4 Prozent (aufgrund des Shutdowns gibt es keine Veröffentlichung für Oktober). Die Arbeitslosenquote im November erreichte dabei den höchsten Stand seit 2021. Insgesamt deutete der letzte Bericht auf einen sich weiterhin abkühlenden Arbeitsmarkt hin. Allerdings dürfte die Datenqualität durch den Shutdown und Sondereffekte geringer sein als üblich. Für die US-Notenbank (Fed) bleibt weiterhin das Erreichen beider Teile ihres Doppelmandats (Preisstabilität und Vollbeschäftigung) gefährdet. Der Arbeitsmarktbericht für Dezember dürfte daher ein wichtiger Indikator für das weitere geldpolitische Vorgehen der Fed sein.

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