Unser Kommentar zum Oktober:

“An den internationalen Kapitalmärkten hat im Oktober eine leichte Stimmungsaufhellung ihre Wirkungen entfaltet. Zum einen gab es Anzeichen im Handelsstreit zwischen den USA und China, die auf eine bevorstehende Einigung hindeuteten. Zum anderen wurde die Frist, bis zu der der Brexit vollzogen werden soll, von Ende Oktober auf Ende Januar 2020 verschoben. Neben diesen politischen Entwicklungen gab es auf der ökonomischen Seite positive Nachrichten. Hier zeigt eine Reihe internationaler Frühindikatoren erste Signale, die Hinweise auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung liefern. Zu guter Letzt haben auch die Zentralbanken keinerlei Abstriche an der expansiven Ausrichtung ihrer Geldpolitik gemacht. Vielmehr hat die US-Notenbank am Monatsende zum dritten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen gesenkt. Auf Basis dieser Nachrichten haben die Aktienmärkte sowohl in Europa als auch in den USA eine erfreuliche Dynamik gezeigt: Der Dax 30 hat in den letzten Oktobertagen mit 12.986 Punkten einen neuen Jahreshöchststand erreicht, ebenso der Eurostoxx 50, der bis auf 3.637 Punkte kletterte. In den USA konnte der marktbreite S&P 500 mit 3.047 Punkten ein neues Allzeithoch markieren. Auch an den Rentenmärkten zeigten sich Effekte. So hat die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe eine leichte Aufwärtsbewegung vollzogen, sie liegt weiterhin im negativen Bereich, doch mit minus 0,40 Prozent klar über dem Wert vom Monatsbeginn in Höhe von minus 0,55 Prozent. Ebenfalls eine leichte Aufwärtstendenz war bei der Verzinsung der zehnjährigen US-amerikanischen Staatsanleihe zu beobachten, die im Monatsverlauf bereits über 1,85 Prozent geklettert war, nach der Notenbankentscheidung jedoch wieder auf das Niveau von gut 1,6 Prozent zurückfiel. Im Vergleich dazu haben sich sowohl der Ölpreis als auch die Goldnotierung im Oktober eher stabil entwickelt. Während ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent um die 60 US-Dollar schwankte, pendelte der Goldpreis um die Marke von 1.500 US-Dollar.”