Hamburger Stiftungsfonds

Hamburger Stiftungsfonds

Im Folgenden einige Informationen zur Performance, zu Umschichtungen und zur aktuellen Aufstellung des Hamburger Stiftungsfonds:

Die Wertentwicklung beträgt seit Jahresanfang per 23. Juli +6,2% in der P-Tranche (+6,4% in der I-Tranche). Zum Vergleich: Eine Benchmark aus 20% Aktien (Euro Stoxx 50) und 80% Anleihen (europäische Staatsanleihen mit 3 – 5 Jahren Restlaufzeit) weist für diesen Zeitraum eine Wertentwicklung von 5,5% auf. Aus heutiger Sicht hat es sich somit als vorteilhaft erwiesen, nach dem heftigen Aktienmarkteinbruch im letzten Jahr an dem erhöhten Aktienbestand festzuhalten (Euro Stoxx 50 seit Jahresbeginn +18,3%).

 

5. Brutto-Wertentwicklung (BVI-Methode): Die Bruttowertentwicklung des Fonds ist nach der BVI-Methode berechnet. Dabei fließen lediglich die Gesamtkosten, die auf Fondsebene anfallen, in die Berechnung ein. Nicht berücksichtigt wird hingegen der Ausgabeaufschlag, welcher auf Anlegerebene einmalig beim Kauf anfällt. Dieser beträgt maximal 4,00%vom Ausgabepreis, bei einem beispielhaften Anlagebetrag von 100 Euro entsprechend 4,00 Euro. Zusätzlich können individuelle Depotkosten anfallen, die die Wertentwicklung mindern. Bitte vergleichen Sie hierzu das Preisverzeichnis Ihrer depotführenden Stelle. Wir empfehlen, die konkreten Kosten und weitere Hinweise im Verkaufsprospekt einzusehen.

6. Quelle: Die Daten stammen aus Thomson Reuters. Der Fonds wurde zum Stand des 14.12.2009 auf 100 indexiert (Fondsauflage Hamburger Stiftungsfonds). Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

7. Netto-Wertentwicklung: in der dargestellten Wertentwicklung sind neben den auf Fondsebene anfallenden Kosten (siehe Fußnote 5 zur Bruttowertentwicklung) zusätzlich der auf Kundenebene anfallende Ausgabeaufschlag berücksichtigt. Dieser fällt einmalig bei Kauf an und beträgt maximal 4,00% vom Ausgabepreis. Bei einem beispielhaften Anlagebetrag von 100 Euro entsprechend 4,00 Euro. Zusätzlich können individuelle Depotkosten anfallen, die die Wertentwicklung mindern. Bitte vergleichen Sie hierzu das Preisverzeichnis Ihrer depotführenden Stelle. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Generell betrachten wir Aktien im weiter verschärften Niedrigzinsumfeld auf absehbare Zeit als zentralen strategischen Portfoliobaustein für den Hamburger Stiftungsfonds. Dieses Segment dient dem realen Kapitalerhalt sowie – durch die Dividenden – der Erwirtschaftung der Ausschüttung (Dividendenrendite im Fonds von 4,9% per Ende Juni). Die maximal zulässige Aktienquote ist mit aktuell 29% nahezu ausgeschöpft. Wir gehen davon aus, dass der Aktienteil im Fonds im Durchschnitt in den nächsten Jahren höher liegen wird als in früheren Jahren.

Allokiert werden im Wesentlichen europäische Titel mit einem Augenmerk auf global tätigen Unternehmen mit einem soliden, weniger konjunkturempfindlichen Geschäftsmodell, einem attraktiven Produktportfolio und hoher Preissetzungsmacht. Angesichts der schleppenden Entwicklung in der Eurozone hat das Fondsmanagement den globalen Fokus verstärkt und im Frühjahr außereuropäische Unternehmen zu einem deutlichen Anteil in den Fonds aufgenommen. Ziel der Internationalisierung des Fonds ist, von der höheren Wachstumsdynamik in anderen Teilen der Welt und den erfolgreichen Geschäftsmodellen dort ansässiger Unternehmen zu profitieren. Allokiert wurden Weltmarktführer wie Amazon, Alphabet, Tencent und Alibaba. Aufgenommen wurden darüber hinaus – über ein ETF – Aktien aus den Emerging Markets mit einer attraktiven Ausschüttung von ca. 4%. Für die Emerging Markets sprechen die günstige Bewertung, deutlich höhere Wachstumsraten und die nachlassende Belastung durch höhere US-Zinsen.

Knapp 70 Prozent des Fondsvermögens entfallen auf Anleihen. Diese zeichnen sich nach wie vor durch eine hohe Bonität aus (Rating im Durchschnitt A-). An der Begrenzung des Emittenten Risikos hält das Fondsmanagement im Hinblick auf die erhöhten Risiken für die Weltkonjunktur derzeit fest. In der Erwartung, dass sich am Niedrigzinsumfeld in absehbarer Zeit wenig ändern wird, wird die durchschnittliche Restlaufzeit im Anleihebestand bei rund 4 Jahren gehalten. Begrenzt wird das Zinsänderungsrisiko auch durch die im Fonds enthaltenen Anleihen mit variabler Verzinsung (Floater) mit einem Anteil von knapp 10 Prozent.

Angesichts des diesjährigen Schwenks in der Notenbankpolitik und der inzwischen unattraktiven Verzinsung bei Euro-Pfandbriefen und -Staatsanleihen sind diese aktuell nur noch mit einem Anteil von insgesamt knapp 10 Prozent am Fondsvermögen allokiert. Sämtliche italienische Staatsanleihen waren zum Jahresanfang im Hinblick auf die mit dem Land verbundenen politischen Risiken veräußert worden. Zur Renditegenerierung bzw. zur Erzielung von Kursgewinnen dienen bei Hamburger Stiftungsfonds somit vor allem Unternehmensanleihen, Fremdwährungsanleihen sowie die sogenannten sonstigen Anleihen mit besonderen Ausstattungsmerkmalen (z. B. Inflations- oder Stufenzinsanleihen).

Die Unternehmensanleihen machen einen Anteil von einem knappen Viertel am Fonds aus. Zur Generierung zusätzlicher Erträge werden hier mehrere Strategien verfolgt, bspw. die Nutzung volatiler Marktphasen (z. B. infolge politischer Ereignisse), die Vereinnahmung von Neuemissionsprämien oder von Rollgewinnen. Vermehrt investiert wird in Anleihen von Emittenten außerhalb der Eurozone, die nicht dem EZB-Ankaufprogramm unterliegen und daher vergleichsweise attraktive Renditen aufweisen (z. B. HSBC, Coca-Cola). Als Ergänzung werden Opportunitäten genutzt bei Unternehmen mittlerer Bonität, wenn eine Bonitätsverbesserung erkennbar ist (bspw. Fresenius, HeidelbergCement, Peugeot). Auch Anleihen von Unternehmen ohne Rating werden nach erfolgter Prüfung ggf. beigemischt, um den damit in der Regel verbundenen Renditeaufschlag zu vereinnahmen (aktuell Adidas).

Fremdwährungsanleihen dienen im Hamburger Stiftungsfonds bereits seit Jahren dazu, dem Niedrigzinsumfeld, speziell bei Euro-Anleihen, entgegen zu wirken sowie die Wertentwicklung des Fonds gegenüber ungünstigen Entwicklungen in der Eurozone abzusichern. Insgesamt machen die Fremdwährungsanleihen rund 15 Prozent am Fondsvermögen aus und dürften auch zukünftig ein wesentlicher Baustein zur Generierung ausschüttungsfähiger Erträge darstellen. Als „Basisinvestment” im Fremdwährungssegment betrachten wir nach wie vor den Währungsfonds UI, ein Korb von Anleihen hoher Bonitäten in rund zehn Währungen von Ländern, die solide Fundamentaldaten bei deutlichen Renditevorteilen gegenüber der Eurozone aufweisen. Dieses Engagement wird durch weitere Fremdwährungsanleihen mit attraktivem Rendite-Risiko-Profil verstärkt. Aufgestockt wurde im ersten Halbjahr die Position in mexikanischen Staatsanleihen, nachdem sich eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Mexiko abgezeichnet hatte und das bestehende Wechselkursrisiko durch den hohen Renditeaufschlag gut kompensiert schien. Verkauft wurden im Gegenzug Anleihen in Neuseeland-Dollar sowie in Polnischen Zloty. Positionen in US-Dollar, Austral-Dollar sowie in Norwegischen Kronen werden weiter gehalten.

Wie im Aktienbestand setzt das Fondsmanagement auch im Rentensegment verstärkt auf die Emerging Markets. Dazu wurde ein ETF auf Emerging Markets-Unternehmensanleihen in US-Dollar mit einem Anteil von 2 Prozent in das Portfolio genommen. Die dort enthaltenen Anleihen weisen einen deutlichen Renditeaufschlag gegenüber vergleichbaren Euro-Anleihen auf (Ausschüttungsrendite 4,4%).

Stand 24.07.2019

 


Transparenter Bulle für den Hamburger Stiftungsfonds

 

der Hamburger Stiftungsfonds wurde ausgezeichnet: Für seine anlegergerechte Transparenz und Informationspolitik erhielt der Hamburger Stiftungsfonds den  “Transparenten Bullen”.

Bereits seit dem 1. Juni 2016 versorgen wir interessierte Anleger durch den Transparenzbericht mit umfangreichen Informationen zum Hamburger Stiftungsfonds, die deutlich über die üblichen Pflichtveröffentlichungen (Factsheet, KIID…) hinaus gehen. Der Transparenzbericht wird von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner und damit einem unabhängigen Dritten erstellt und enthält ausführliche Informationen über den Fonds, so u.a. zur Anlagestruktur, Nachhaltigkeit und Qualität der Anlagen, Rendite und Risiko sowie Kosten und Gebühren.

Den Transparenzbericht finden Sie unter “Weitere Informationen”.


 

Kommentar zur Ausschüttung vom 15.11.2018

 

Am 21. Dezember steht die Ausschüttung beim Hamburger Stiftungsfonds an. Sie wird
2,40 EUR in der P-Tranche und 27,35 EUR in der I-Tranche betragen. Damit erreicht die Ausschüttungshöhe (inklusive der im Januar aus steuerlichen Gründen erfolgten „Mini-Ausschüttung”) das Niveau des Vorjahres. Indem wir die Ausschüttung trotz der derzeitigen Kapitalmarktturbulenzen konstant halten, setzen wir die Tradition kontinuierlicher Ausschüttungen fort und tragen damit dem Bedürfnis der anlegenden Stiftungen nach auskömmlichen und verlässlichen Erträgen Rechnung.

Die Einbrüche an den europäischen Aktienmärkten (DAX per 15.11.2018: -12%) bei zugleich weiterhin niedrigen Anleiherenditen hat auch die Wertentwicklung des Hamburger Stiftungsfonds belastet. Gleichwohl verfolgen wir bezüglich der Ausschüttung das Ziel, diese – ungeachtet zwischenzeitlicher Kapitalmarktschwankungen – weitgehend konstant zu halten. Dazu dienen Reserven, die in guten Kapitalmarktjahren im Fonds aufgebaut werden und die in schlechteren Zeiten zur Ausschüttung zur Verfügung stehen.

Unseres Erachtens ergeben sich durch die jüngsten Kurskorrekturen auf mittlere Sicht wieder Chancen. Entsprechend wurde die Aktienquote im Hamburger Stiftungsfonds Anfang November weiter aufgestockt und liegt nun bei rd. 28%. Die Dividendenrendite im Aktienteil des Fonds liegt aktuell bei attraktiven 4,2%. Das Anleihesegment (rd. 70% am Fonds) weist eine Restlaufzeit von 4,1 Jahren auf. Bei somit begrenzten Zinsänderungsrisiken und einer guten Bonität von A- wird eine Rendite von 1,2% erzielt. Die Dividendenerträge, die Kuponerträgen der Anleihen sowie potenzielle Kursgewinne dienen dazu, auch im nächsten Jahr wieder eine auskömmliche Ausschüttung für unsere Anleger zu erwirtschaften.

 

Kommentar des Managements vom 25.10.2018

 

Vor dem Hintergrund der jüngsten Talfahrt an den Aktienmärkten möchten wir Sie über den aktuellen Stand beim Hamburger Stiftungsfonds informieren:

Die europäischen Aktienmärkte haben im bisherigen Jahresverlauf deutlich an Wert verloren: per 24.10.2018 steht der DAX bei -13,4%, der EuroStoxx 50 bei -10,7%. Allein im Oktober büßten diese Indizes 8,6% bzw. 7,9% ein, der NASDAQ -10,97%. Diese Entwicklung hat auch den Hamburger Stiftungsfonds in Mitleidenschaft gezogen. Den aktuellen Wertabschlägen im Aktienbestand steht jedoch eine hohe Wertstabilität im Anleihebestand des Fonds gegenüber; dieser weist eine gleichbleibend hohe Bonität (durchschnittliches Rating von A-) bei reduzierter Restlaufzeit (und damit verringertem Zinsänderungsrisiko) von 4,1 Jahren auf.

Die diesjährigen Aktienmarktverluste sind in erster Linie politisch bedingt: durch die Handelskonflikte mit den USA, den anstehenden Brexit und den Haushaltsstreit mit Italien. Der von den USA ausgehende Renditeanstieg und das etwas moderatere Wachstum der Weltwirtschaft kamen hinzu.

Diese Gemengelage hat zu einer großen Verunsicherung der Marktteilnehmer und hoher Nervosität geführt. So kam es in den letzten Wochen anlässlich von häufig nur moderat zurück genommenen Gewinnprognosen durch die Unternehmen zu drastischen Kursreaktionen. Dies betraf auch mehrere im Fonds enthaltene Unternehmen. Beispiel Renault: Durch den Kursrückgang von 25% seit Jahresanfang reflektiert der Aktienkurs inzwischen nur noch zur Hälfte den Buchwert des Unternehmens, das Chemieunternehmen Covestro weist nach einem Abschlag von nahezu 40% seit Jahresanfang ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,2 auf (auf die heutige Bestätigung der diesjährigen Gewinnprognose durch das Unternehmen reagiert der Markt aktuell mit einem Kursplus).

Insgesamt spricht vieles dafür, dass es durch die heftigen Kursentwicklungen der letzten Wochen am europäischen Aktienmarkt inzwischen zu deutlichen Unterbewertungen gekommen ist. Diese Anomalien dürften bei einem Abklingen der derzeit extremen Nervosität korrigiert bzw. die erfolgreichen Geschäftsmodelle der betroffenen Unternehmen wieder angemessener bewertet werden. Entsprechend eröffnen sich Potenziale für deutliche Kurserholungen, von denen auch der Hamburger Stiftungsfonds merklich profitieren dürfte. Die sich ergebenden Chancen planen wir, durch Zukäufe zu nutzen.

Das nötige fundamentale Umfeld für einen Stimmungsumschwung ist angesichts des weiter soliden weltwirtschaftlichen Wachstums und der in vielen Teilen der Welt niedrigen Zinsen gegeben. Impulse für eine Stimmungsaufhellung könnten bspw. positive Unternehmensdaten, eine Entspannung im Handelskonflikt mit den USA oder Fortschritte im Konflikt mit Italien liefern.