USA: „Core PCE“ verharrt bei 2,8%

veröffentlicht am 1. Juni 2024

USA: „Core PCE“ verharrt bei 2,8%

 

Die von der US-Notenbank bei der Inflationseinschätzung besonders beachtete Kernrate der privaten Konsumausgaben (Core PCE) verharrte laut Bureau of Economic Analysis im April das dritte Mal in Folge bei 2,8%. Dies entsprach der Konsensschätzung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise um 0,2% zu – etwas weniger als vom Markt erwartet.

Damit zeichnet sich aktuell weder ein Aufwärts- noch ein Abwärtstrend ab. Einerseits war die Teuerung zuletzt im März 2021 niedriger, andererseits liegt sie weiterhin über dem Zielwert der US-Notenbank von 2,0%. Die Fed wird sich daher die weitere Entwicklung genau ansehen und dürfte den Leitzins in den kommenden Monaten zunächst unverändert lassen. Im späteren Jahresverlauf könnte sie jedoch mit einer ersten Zinssenkung reagieren.

Die Kernrate der „Personal Consumption Expenditures, PCE“ misst die preisliche Entwicklung der von den privaten Haushalten erworbenen Konsumgüter. Dabei werden, wie bei einer Kernrate üblich, die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt.

Aktuell Seitwärtsbewegung

Die höchsten Werte erreichte die Core PCE mit über 4,0% zwischen Mitte 2021 und Mitte 2023. Bis Dezember 2023 ging es auf knapp unter 3% kontinuierlich bergab. Im laufenden Jahr hat sich die Rate aber in dieser Höhe festgesetzt.

Core PCE 2024: etwa 2,8%

Im Gesamtjahr 2023 lag die Kernrate der Konsumausgaben mit 4,1% das dritte Jahr in Folge deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank. Für das laufende Jahr gehen wir derzeit von einem Durchschnittswert von etwa 2,8% aus.

Fazit: Die Kernrate der privaten Konsumausgaben bewegt sich aktuell seitwärts. Kommt es nicht zu einem überraschenden Inflationsanstieg, dürfte die US-Notenbank aber eine erste Leitzinssenkung zum Jahresende beschließen.