Bank of England lässt Leitzins unverändert bei 5,25%

veröffentlicht am 1. Februar 2024

Bank of England lässt Leitzins unverändert bei 5,25%

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Die Bank of England (BoE) verzichtete auch im Februar auf eine Leitzinserhöhung und ließ die Bank Rate bei 5,25%.

Allerdings war die Entscheidung erneut nicht einstimmig. Sechs Mitglieder des Zentralbankrates wollten den Leitzins unverändert lassen, zwei stimmten für eine Anhebung um 25 Basispunkte und ein Ratsmitglied für eine Senkung auf 5,00%.

Es war die vierte Nicht-Anhebung der Bank Rate in Folge, nachdem sie zuvor 14 Mal nacheinander erhöht wurde.

Die BoE betonte erneut, dass die Geldpolitik für längere Zeit restriktiv bleiben wird, um die Inflationsraten auf den Zielwert von 2,0% zurückzuführen.

Sie hat allerdings ihre Leitzins-Erwartungen deutlich reduziert und sieht die Bank Rate Ende 2024 bei 4,2%, Ende 2025 bei 3,4% und Ende 2026 bei 3,2%.

Inflationsrate sinkt
Die den gesamten Warenkorb umfassende Headline-Inflationsrate ging im Dezember auf 4,0% zurück und lag im Gesamtjahr 2023 bei 7,3%.

Die Bank of England rechnet im 2. Quartal 2024 mit einem vorübergehenden Rückgang der Inflationsrate auf den Zielwert von 2%. Danach dürfte sie wieder ansteigen und am Jahresende bei rund 2,8% liegen. Es würde sich ein Gesamtjahresdurchschnitt 2024 von gut 2,5% ergeben.

In zwei Jahren soll sie gemäß BoE bei 2,3% liegen und in drei Jahren mit 1,9% den Zielwert unterschreiten.

Wenig Wachstum
Im Gesamtjahr 2022 expandierte das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,3%.

Im 1. Quartal 2023 wuchs das BIP um 0,3% zum Vorquartal, im 2. Quartal stagnierte es und im 3. Quartal schrumpfte es um 0,1% zum Vorquartal.

Für das Gesamtjahr 2023 zeichnet sich ein BIP-Plus von 0,3% ab. In den Jahren 2024 und 2025 dürften die BIP-Zuwächse jeweils im Bereich um 0,5% liegen.

Pfund erholt

Das Pfund Sterling gab in den Herbstmonaten zunächst spürbar nach, konnte sich im November erholen und fiel zum Jahresende wieder zurück. Seit Jahresbeginn zog es jedoch wieder an und liegt gegenüber dem Euro seither knapp 2% vorne.

In der Langzeitbetrachtung fehlen dem Pfund immer noch rund 12% zu den Notierungen vor dem Brexit-Votum vom Sommer 2016.

Fazit: Das Pfund Sterling dürfte angesichts der lediglich moderaten Rahmendaten in Großbritannien kaum Aufwärtspotenzial besitzen.