Euro-Inflationsrate sinkt auf 2,8%

veröffentlicht am 1. Februar 2024

Euro-Inflationsrate sinkt auf 2,8%

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Der Preisdruck nahm im Januar erwartungsgemäß ab und ließ die den gesamten Warenkorb umfassende Headline-Inflationsrate der Euro-Zone von 2,9% auf 2,8% fallen. Sie entsprach damit der Konsensschätzung.

Im Vergleich zum Vormonat gab der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) nach vorläufigen Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat um 0,4% nach.

Die Teuerungsrate ohne Energiepreise ging im Januar von 4,0% auf 3,8% zurück.

Die um Energie- und Nahrungsmittelpreise bereinigte Kernrate der Inflation fiel im Januar von 3,4% auf 3,3%. Dieser Wert wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) besonders beachtet.

Industriegüter deutlich günstiger
Den größten Anteil im Euro-Warenkorb nehmen mit fast 45% die Dienstleistungen ein. Sie kosteten 4,0% mehr als im Vorjahr und 0,1% weniger als im Dezember.

Für „Lebensmittel, Alkohol und Tabak“ (Anteil knapp 20%) mussten im Januar 5,7% mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Im Dezember lag das Plus noch bei 6,1%. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Lebensmittelpreise sogar um 1,0%.

Bei den Industriegütern ohne Energie (Anteil knapp 26%) gingen die Preise im Januar im Monatsvergleich um 2,4% zurück und verteuerten sich nur noch um 2,0% zum Vorjahr (Dezember +2,5%).

Die im Euro-Warenkorb mit knapp 10% gewichtete Energie war 6,3% billiger als im Vorjahr, jedoch 0,9% teurer als im Dezember.

Wie geht es weiter?
Die Headline-Euro-Inflationsrate sollte im weiteren Jahresverlauf weiter zurückkommen und im Gesamtjahr 2024 im Durchschnitt bei etwa 2,5% liegen.

Auch die Kernrate dürfte sich 2024 auf rund 2,5% verringern.

Fazit: Die Euro-Inflationsrate sollte sich weiter ermäßigen, jedoch noch nicht dauerhaft den Zielwert der EZB behaupten. Gleichwohl könnte im Sommer die erste Leitzinssenkung der EZB erfolgen.