USA: Inflationsrate sinkt auf 6,5%

veröffentlicht am 12. Januar 2023

USA: Inflationsrate sinkt auf 6,5%

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Die den gesamten Warenkorb repräsentierende „Headline“-Inflation ging in den USA im Dezember von 7,1% auf 6,5% zurück. Die Kernrate sank von 6,0% auf 5,7%. Beide Werte entsprachen genau den Erwartungen.

Abstieg setzte sich fort
Damit setzte sich der Abstieg vom amerikanischen Inflationsgebirge fort. Im Dezember war es bereits der sechste Rückgang nacheinander von dem im Juni mit 9,1% erreichten Hochpunkt.

Lebensmittel als Preistreiber
Als Preistreiber erwiesen sich im Dezember Lebensmittel, die sich um 10,4% verteuerten (November +10,6%). Der von der Energie ausgehende Preisdruck dagegen verringerte sich weiter, die Energie war nur noch 7,3% teurer als vor einem Jahr (November +13,1%). Der Treibstoffpreis sank sogar um 1,5% zum Vorjahr (November 10,1%). Für Neuwagen mussten 5,9% mehr gezahlt werden, während Gebrauchtwagen 8,8% billiger waren als vor einem Jahr. Die Dienstleistungen verteuerten sich um 7,0% (November 6,8%).

Kernrate sank auf 5,7%
Die Kernrate der Inflation wird ohne die besonders schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise gemessen. Sie ging im Dezember von 6,0% auf 5,7% zurück.

Inflationsprognose 2023 bei 5,5% bzw. 4,0%
Für das Gesamtjahr 2022 ergaben sich eine jahresdurchschnittliche Headline-Inflationsrate von 8,0% und eine Kernrate von 6,2%.
Im laufenden Jahr sollten die Teuerungsraten weiter zurückkommen, im Jahresdurchschnitt mit 5,5% bzw.4,0% jedoch den Zielwert der Notenbank von 2% erneut deutlich überschreiten.

Fazit: Die Inflationsraten kommen zwar weiter zurück, sind jedoch immer noch viel zu hoch. Die US-Notenbank dürfte daher an ihrem Kurs einer strafferen Geldpolitik festhalten und die Leitzinsen weiter erhöhen. Wir rechnen am 1. Februar mit einer Anhebung der Federal Funds Rate um 50 Basispunkte auf 4,75% bis 5,00% und einem weiteren Zinsschritt Mitte März.