USA: Löhne steigen etwas langsamer

veröffentlicht am 6. Januar 2023

USA: Löhne steigen etwas langsamer

Mit der Schaffung von 223.000 neuen Arbeitsplätzen setzte sich der Aufschwung am amerikanischen Arbeitsmarkt auch im Dezember fort. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,5%, die Löhne stiegen allerdings etwas langsamer. Die Arbeitsplatzdaten aus dem November und Oktober wurden per Saldo um 28.000 nach unten revidiert.

Lohnanstieg schwächt sich etwas ab
Der Anstieg der Stundenlöhne zum Vorjahr ging im Dezember von 4,8% auf 4,6% zurück. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 0,3% zu.

Der etwas verlangsamte Lohnanstieg ist ganz im Sinne der US-Notenbank (Fed), die mit den kräftigen Leitzinserhöhungen die rezessiven Tendenzen stärkt, um den Lohndruck zu dämpfen. Verhindert werden soll letztendlich eine mögliche Lohn-Preis-Spirale.

Da die Anzahl freier Stellen mit 9,8 Mio. (November) immer noch deutlich höher ist als die Anzahl der Arbeitslosen (6 Mio.), dürfte der Lohndruck nur langsam nachlassen.

US-Notenbank: Preisstabilität im Vordergrund
Das primäre Ziel der US-Notenbank ist die Gewährleistung und Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung. Diese ist bei der aktuellen Arbeitslosenquote von 3,5% weiterhin gegeben.
Das sekundäre Ziel der Fed ist die Preisstabilität, die mit einer Inflationsrate von zuletzt 7,1% weit verfehlt wird. Die Rückkehr zu deutlich niedrigeren Inflationsraten steht daher ganz klar im Vordergrund der amerikanischen Geldpolitik. Die Leitzinsen dürften also weiter steigen.

Fazit: Der etwas verringerte Anstieg der Löhne ist ganz im Sinne der US-Notenbank, dürfte jedoch nicht verhindern, dass die Leitzinsen Anfang Februar um weitere 50 Basispunkte erhöht werden.