Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 25. November 2022

Konjunktur und Preise

 

Stand 25.11.2022

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Deutschland, Euro-Zone: Inflationsraten

Nachdem die Inflationsraten in den USA bereits seit einigen Monaten wieder leicht zurückkommen, wird mittlerweile auch in Deutschland und der Euro-Zone mit einem etwas nachlassenden Preisauftrieb gerechnet. Gemäß der Konsensschätzung sind die den gesamten Warenkorb umfassenden Headline-Inflationsraten im November in Deutschland von 10,4% auf 10,3% und in der Euro-Zone von 10,6% auf 10,4% gesunken. Für eine Entwarnung ist es allerdings viel zu früh, denn auch diese Werte liegen weit über dem Zielwert von 2%. Die EZB dürfte daher an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten und die Leitzinsen Mitte Dezember um weitere 50 Basispunkte anheben.

USA: Arbeitsmarkt

Die US-Notenbank (Fed) versucht mit massiven Leitzinsanhebungen den Aufschwung am Arbeitsmarkt abzuschwächen, denn angesichts der Fachkräfteknappheit und entsprechend stark steigender Löhne droht immer noch eine Lohn-Preis-Spirale. Gemäß der Konsensschätzung dürften die Bemühungen der Fed langsam Früchte tragen, denn die Löhne sollten im Vormonatsvergleich etwas langsamer zugelegt haben und auch die Arbeitslosenquote dürfte im November leicht gestiegen sein.