USA: Arbeitslosenquote auf 3,7% gestiegen

veröffentlicht am 4. November 2022

USA: Arbeitslosenquote auf 3,7% gestiegen

Mit der Schaffung von 261.000 neuen Arbeitsplätzen setzte sich der Aufschwung am amerikanischen Arbeitsmarkt im Oktober fort. Die Arbeitslosenquote stieg allerdings von 3,5% auf 3,7%. Die Arbeitsplatzdaten aus dem August und September wurden um 29.000 nach oben revidiert.

Lohnanstieg etwas gebremst
Der Anstieg der Stundenlöhne zum Vorjahr ging im Oktober von 5,0% auf 4,7% zurück. Im Vergleich zum Vormonat legten die Löhne allerdings um 0,4% zu.
Der etwas nachlassende jährliche Lohnanstieg dürfte der US-Notenbank (Fed) gefallen. Denn sie versucht mit den kräftigen Leitzinserhöhungen den Lohndruck zu dämpfen um die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale zu beseitigen. Aus Sicht der Fed ist daher jede rückläufige Entwicklung der Stundenlöhne positiv zu bewerten.
Da die Anzahl freier Stellen mit 10,7 Mio. (September) jedoch immer noch deutlich höher ist als die Anzahl der Arbeitslosen (6,06 Mio.), dürfte der Lohndruck nur langsam nachlassen.

US-Notenbank: Preisstabilität im Vordergrund
Das primäre Ziel der US-Notenbank ist die Gewährleistung und Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung. Diese ist bei der aktuellen Arbeitslosenquote von 3,7% immer noch gegeben.
Das sekundäre Ziel der Fed ist die Preisstabilität. Diese wird mit einer Inflationsrate von zuletzt 8,2% weit verfehlt. Die Wiederherstellung der Preisstabilität steht daher ganz klar im Vordergrund der amerikanischen Geldpolitik. Die Leitzinsen dürften daher noch solange angehoben werden, bis die Inflationsraten erkennbar zurückkommen, auch um den Preis einer Rezession in den USA.

Fazit: Mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarkdaten dürfte die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortsetzen, bis der Lohndruck noch deutlicher nachlässt und die Inflationsraten erkennbar zurückkommen.