USA: „Core PCE“ leicht rückläufig

USA: „Core PCE“ leicht rückläufig

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Die von der US-Notenbank bei der Inflationseinschätzung besonders beachtete „Kernrate der privaten Konsumausgaben“ hat sich im April von 5,2% auf 4,9% ermäßigt. Die Kernrate der „Personal Consumption Expenditures, PCE“ misst die preisliche Entwicklung der von den privaten Haushalten erworbenen Konsumgüter. Dabei werden, wie bei einer Kernrate üblich, die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt.

Gipfel überschritten

Damit sollte auch die Core PCE den Hochpunkt überschritten haben. Sie dürfte in den kommenden Monaten allerdings nur langsam zurückkommen und auch am Jahresende noch deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank von 2% liegen.
Das gleiche gilt für die den gesamten Warenkorb umfassende Headline-Inflation, die im April von 8,5% auf 8,3% zurückging. Und auch die ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise berechnete Kernrate der Inflation, die im April bei 6,2% lag, dürfte im März mit 6,5% den Hochpunkt markiert haben.

Core PCE 2022: 4,5%
Für das Gesamtjahr 2022 zeichnet sich eine jahresdurchschnittliche Kernrate der privaten Konsumausgaben von 4,5% ab. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 3,3%. Im nächsten Jahr dürfte sie wieder die Zwei vor dem Komma aufweisen.

Fazit: Die leichte Entspannung bei den US-Inflationsraten setzt sich fort. Gleichwohl liegen die Werte immer noch weit über dem Zielwert der Notenbank. Es ist also nicht davon auszugehen, dass diese von den avisierten kräftigen Leitzinserhöhungen absieht.