USA: Schwacher Jahresauftakt

veröffentlicht am 28. April 2022

USA: Schwacher Jahresauftakt

Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im 1. Quartal 2022 überraschend mit einer auf das Gesamtjahr hochgerechneten Rate von 1,4%. Erwartet war ein Plus von 1,1%. Das Quartalsminus lag bei 0,4%. Das nominale BIP betrug annualisiert 24,4 Bill US-Dollar.

Private Konsumausgaben und Investitionen im Plus
Deutliche Steigerungen verzeichneten die privaten Konsumausgaben (+2,7%) und die Investitionen (+2,3%). Rückläufig waren die staatlichen Konsumausgaben (-2,7%). Während die Exporte um 5,9% schrumpften, legten die Importe kräftig zu (+17,7%). Alle Werte sind annualisiert, d. h., auf das Gesamtjahr hochgerechnete Quartalsveränderungen.

Außenhandel als Wachstumsbremse
Positive Wachstumsbeiträge lieferten die Investitionen (0,43 Prozentpunkte, Pp) und die privaten Konsumausgaben (1,83 Pp), während die Staatsausgaben (-0,48 Pp) und insbesondere der Außenhandel (-3,2 Pp) Wachstum kosteten.

Sparquote normalisiert sich
Die Sparquote normalisierte sich weiter und lag bei 6,6% des verfügbaren Einkommens von annualisiert 18,4 Bill. USD. Vor einem Jahr war sie im Zuge der Pandemie auf den Rekordwert von 20,5% gestiegen.

BIP 2022: +3%
In der Annahme, dass sich im Sommerhalbjahr wieder klar positive Wachstumsraten ergeben, halten wir an unserer Wachstumsprognose fest und rechnen in diesem Jahr mit einem BIP-Plus von 3%.

Fazit: Die USA dürften trotz aller Unwägbarkeiten infolge des Krieges in der Ukraine auch 2022 auf dem Wachstumspfad bleiben.