Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 14. Januar 2022

Konjunktur und Preise

 

Stand 14.01.2022

 

 

China: Konjunktur

Das konjunkturelle Wachstumstempo dürfte sich in China am Jahresende 2021 wieder erhöht haben, nachdem es im 3. Quartal fast zum Stillstand kam. Gemäß der Konsensschätzung ist das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal um 1,1% zum Vorquartal und 3,6% zum Vorjahr gewachsen. Daraus errechnet sich für das Gesamtjahr 2021 ein BIP-Plus von knapp 8%. Einen maßgeblichen Wachstumsbeitrag dürften der Außenhandel geliefert haben, der auch im Dezember einen beachtlichen Überschuss generierte. Wesentlich verhaltener entwickeln sich der Einzelhandelsumsatz und die Industrieproduktion. Die jährlichen Zuwächse dürften auch im Dezember „nur“ die Drei vor dem Komma gehabt haben.

Deutschland: ZEW Indikator

Der vom Mannheimer Leibnitz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW monatlich ermittelte Indikator steht in dem Ruf, konjunkturelle Wendepunkte frühzeitig anzuzeigen. So kam er in der zweiten Jahreshälfte 2021 kräftig zurück und signalisierte damit die wirtschaftliche Schwächephase im laufenden Winterhalbjahr. Gemäß der Konsensschätzung hat er sich im Januar wieder etwas verbessert. Das würde unsere Einschätzung unterstreichen, dass einem schwachen Jahresauftakt 2022 ein konjunkturell starkes Sommerhalbjahr folgen wird.