Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 26. November 2021

Konjunktur und Preise

 

Stand 26.11.2021

 

Deutschland, Euro-Zone: Inflation

Der Anstieg der Verbraucherpreise ist noch nicht zuende. Im November dürfte die Inflationsrate in Deutschland die Fünf vor dem Komma aufweisen, in der Euro-Zone wird mit einem Anstieg um 4,4% gerechnet. Wir gehen davon aus, das diese Niveaus auch noch im Dezember Bestand haben. Erst im Januar gibt es eine Entspannung, wenn die CO2-Bepreisung sowie die Normalisierung der Mehrwertsteuer aus dem deutschen Verbraucherpreisindex hinauswachsen. Für das Gesamtjahr 2021 zeichnet sich Inflationsraten von 3,2% in Deutschland und 2,5% in der Euro-Zone ab. Im nächsten Jahr dürften sie bei 3% in Deutschland und zwischen 2,5% und 3% in der Euro-Zone liegen.

USA: Arbeitsmarkt

Oberstes Ziel der amerikanischen Notenbank (Fed) ist die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung. Gemäß der Konsensschätzung hat sich die Erholung des Arbeitsmarktes im November in einem mittleren Tempo fortgesetzt. Aus Sicht der Fed würde dies bedeuten, dass sie ihren etwas strafferen geldpolitischen Kurs fortsetzen kann. Er besteht derzeit darin, die Anleihekäufe von Monat zu Monat zu reduzieren. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die US-Arbeitslosenquote im Frühsommmer 2022 auf das Vorkrisen-Niveau zurückfällt, so dass die US-Notenbank dann ihre monetäre Unterstützung beenden und die erste Leitzinserhöhung vorbereiten kann.