Infrastruktur: Aktienanlagen im Inflationsumfeld

Infrastruktur: Aktienanlagen im Inflationsumfeld

 

Welche Aktienanlagen eignen sich besonders in einem Umfeld einer wiedererstarkten Inflation?

In erster Linie sollten die Unternehmen, in die investiert wird, eine Marktposition haben, aus der sie die Auswirkungen der Inflation an ihre Kundschaft weitergeben können – idealerweise automatisch durch langfristige Verträge, die bereits eine Inflationsindexierung enthalten. Diese Voraussetzungen erfüllen unter anderem Unternehmen aus dem Bereich der Kerninfrastruktur. Sie haben in vielen Fällen langfristige Verträge, die explizit an die Inflation gekoppelt sind, oder eine (Quasi-)Monopolstellung, die es ihnen erlaubt, Preisänderungen weiterzugeben.
Durch diese langfristig gesicherten Zahlungsströme sind die Unternehmen weniger empfindlich gegenüber Konjunkturschwankungen und aktuell an den Märkten vielfach günstiger bewertet als beispielsweise Unternehmen aus dem Technologiesektor. Nicht zuletzt sollte der Bereich der Kerninfrastruktur auch von dem milliardenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramm der USA profitieren können.

Quelle: Refinitiv, Stand Oktober 2021

Neue Bedarfe – veralteter Bestand

Die steigenden Bedürfnisse der wachsenden Mittelschicht in Schwellenländern sorgen für einen großen Bedarf an Infrastrukturinvestitionen in diesen Ländern.
Darüber hinaus ist die Infrastruktur in entwickelten Ländern oftmals veraltet und es liegt ein Investitionsstau vor.
Diese Faktoren führen bis zum Jahr 2040 schätzungsweise zu einem Investitionsbedarf von rund 94 Billionen US-Dollar im Bereich der Infrastruktur. Beim aktuellen Trend der Infrastruktur-Investitionen ergibt sich daraus bis 2040 eine aggregierte Lücke von ca. 15 Billionen US-Dollar.

Quelle: Global Infra Hub Outlook to 2040 Oxford Economics.

Was bedeutet Kerninfrastruktur?

Betreiber von Kerninfrastruktur stellen die essenzielle Basis für eine funktionierende Wirtschaft zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel Betreiber von Pipelines und Energieversorgungsnetzen, Betreiber von Kommunikationssatelliten und Sendetürmen oder Betreiber von Mautstraßen.

Kerninfrastruktur als Investment

Für Investoren steht ein Anlageuniversum von rund 300 aktiennotierten Infrastrukturgesellschaften zur Verfügung. Eingeschränkt auf das Feld der Kerninfrastruktur verbleiben lediglich 225 Unternehmen die als investierbar betrachtet werden. Sich blindlings an irgendeinem Kerninfrastruktur-Unternehmen zu beteiligen, ist unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation jedoch nicht ratsam. Stattdessen bietet sich eine Anlage in Form von Investmentfonds an, die speziell in attraktive Kerninfrastruktur-Unternehmen investieren.

Sollten Sie Interesse an einer solchen Anlage haben, kontaktieren Sie gerne ihre Beraterin oder Ihren Berater.