GfK Konsumklimaindex: Die Stimmung steigt

veröffentlicht am 25. Juni 2021

GfK Konsumklimaindex: Die Stimmung steigt

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Die Konsumlaune in Deutschland hat sich stark verbessert. Der von der Nürnberger GfK für den Juli berechnete Konsumklimaindex schnellte um 6,6 Punkte auf minus 0,3 Zähler nach oben und lag damit weit über den Erwartungen.

„Wir lassen den Lockdown mehr und mehr hinter uns“, kommentiert die GfK die aktuellen Zahlen. Die drei Subindizes legten zum Teil deutlich zu.

Konjunkturerwartung auf Zehnjahreshoch

Die Konjunkturerwartung verbesserte ich um 7,3 auf 58,4 Punkte. Es ist der höchste Wert seit Anfang 2011.

Einkommenserwartung stark verbessert

Die Einkommenserwartung schnellte um 14,6 auf 34,1 Punkte nach oben und näherte sich damit dem Stand vor der Corona-Pandemie.

Anschaffungsneigung weiter schwach

Die Anschaffungsneigung verbesserte sich zwar um 3,4 auf 13,4 Punkte, blieb angesichts rekordhoher Sparquote und besseren Einkommens- und Konjunkturerwartungen jedoch insgesamt schwach. Vor der Pandemie war sie rund viermal so hoch wie heute.

Was sagt der GfK-Wert aus?

Ein Indexpunkt entspricht einem Wachstum des privaten Verbrauchs um 0,1% zum Vorjahr. Der aktuelle GfK-Wert von minus 0,3 signalisiert, dass der private Verbrauch im Juli 2021 um 0,03% geringer sein wird als im Juli 2020.

Fazit: Das deutlich verbesserte Konsumklima stärkt die Erwartungen, dass der Aufschwung in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte auch vom privaten Verbrauch mitgetragen wird. Einem guten 2. Quartal dürfte ein ungewöhnlich starkes 3. Quartal folgen.

Hintergrund

Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) befragt in der ersten Hälfte eines jeden Monats 2000 repräsentativ ausgewählte Personen im Inland nach ihren Einkommenserwartungen, Anschaffungsneigungen und Konjunkturerwartungen.

Aus den Antworten wird der GfK Konsumklimaindex berechnet. Er erlaubt eine Prognose über die Entwicklung des privaten Verbrauchs im kommenden Monat.