Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 11. Juni 2021

Konjunktur und Preise

 

Stand 11.06.2021

China: Industrie und Einzelhandel

Während sich die industriellen Einkaufsmanagerindizes Chinas derzeit nur leicht über der Wachstumsschwelle befinden, ist der Servicesektor deutlich optimistischer. Das unterstreicht die Konsensschätzung, der zufolge der Einzelhandel im Mai erneut sehr stark gewachsen ist. Erwartet wird ein Umsatzplus von 14,0% zum Vorjahr, während die Industrieproduktion „nur“ um 8,9% expandiert sein soll. Beide Zeitreihen unterstreichen, dass China weiterhin auf einem steilen Wachstumspfad unterwegs ist. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2021 um etwa 8,5% wachsen.

USA: Notenbanksitzung

Die Rückkehr zur Vollbeschäftigung ist das erklärte Hauptziel der US-Notenbank (Fed). Trotz der jüngsten Belebung am Arbeitsmarkt dürfte das Ziel erst Mitte nächsten Jahres erreicht werden. Vor diesem Hintergrund ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Fed bereits jetzt mit einem Ausstieg aus der extrem expansiven Geldpolitik beschäftigt. Zumindest nicht öffentlich. Von besonderem Interesse sind die überarbeiteten Projektionen der Notenbank zum Wirtschaftswachstum und zur Inflationsentwicklung, zumal die aktuellen Inflationsraten weit über dem Zielwert von 2% liegen. Es ist davon auszugehen, dass die Fed die sehr hohen Teuerungsraten genau wie die EZB als temporäres Phänomen wertet und auf voraussichtlich wieder rückläufige Teuerungsraten im nächsten Jahr verweist.