US-Arbeitsmarkt schwächte sich ab

veröffentlicht am 8. Januar 2021

US-Arbeitsmarkt schwächte sich ab

Mit dem Abbau von 140.000 Arbeitsplätzen enttäuschte der amerikanische Arbeitsmarkt im Dezember auf ganzer Linie. Erwartet war ein Zuwachs von 71.000 neuen Stellen. Allerdings wurden die Werte für Oktober und November deutlich nach oben revidiert.

Die Arbeitslosenquote blieb im Dezember bei 6,7%.

Die Stundenlöhne stiegen um 0,8% zum Vormonat und waren 5,1% höher als im Dezember 2019.

Inklusive der Dezember-Zahlen sind weiterhin nur 56% der im März und April verloren gegangenen 22,2 Mio. Arbeitsplätze wiederbesetzt worden.

Im Gesamtjahr 2020 wurden 9,4 Mio. Arbeitsplätze abgebaut (2019: +2,1 Mio.).

Wie geht es weiter?

Die Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt dürfte sich angesichts immer noch stark steigender Infektionszahlen weiterhin recht zäh gestalten. Wir gehen davon aus, dass die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze in den ersten Monaten des neuen Jahres nur langsam zunimmt. Von immer größerer Bedeutung ist daher die rasche Verabschiedung weiterer konjunkturstimulierender Maßnahmen durch die neue Regierung Biden.

Gleichwohl dürfte das Vor-Corona-Niveau von etwa 152,5 Mio. Arbeitsplätzen nicht so schnell wieder erreicht werden. Im Dezember gab es 142,6 Millionen besetzte Stellen.

Fazit: Die anhaltend hohen Infektionszahlen und die aktuelle Schwäche am Arbeitsmarkt erhärten unsere Einschätzung, dass das US-BIP in diesem Jahr lediglich um 3,5% wachsen wird. Sollte der Arbeitsmarkt noch mehr Schwung verlieren, dürfte selbst diese eher verhaltene Prognose noch zu hoch sein.