Aktuelle Informationen zur Ausschüttung des Hamburger Stiftungsfonds

  • Der Hamburger Stiftungsfonds richtet sich vor allem an Stiftungen, aber auch an Privatanleger mit ähnlichen Präferenzen. Die Anlagepolitik ist konservativ (u.a. durch die Begrenzung der Aktienquote auf max. 30%), und eine hohe Priorität liegt auf der Ausschüttung, um den anlegenden Stiftungen die Erfüllung ihres Stiftungszwecks zu ermöglichen.
  • Um den Veränderungen des Kapitalmarktumfeldes Rechnung zu tragen (Niedrig- bzw. Negativzinsumfeld!), hat das Fondsmanagement bereits 2019 begonnen, Anpassungen vorzunehmen und hat dies in 2020 fortgesetzt.
  • Aktiensegment: Aktien haben angesichts des gedrückten Renditeniveaus bei Anleihen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, sowohl für die Performance als auch für die Ausschüttung. Daher wird die maximale Aktienquote von 30% deutlich stärker ausgeschöpft als früher. Zudem werden spürbar mehr internationale Titel allokiert (z.B. Tencent, Alphabet, Intuitive Surgical), um von den überproportionalen Kurssteigerungen der “global player” zu profitieren. Auch wenn generell aus vergangenen Entwicklungen nicht auf die Zukunft geschlossen werden kann, so sollen die großen – und häufig nicht in Europa ansässigen – Weltmarkt- und Technologieführer auch zukünftig eine deutlich wichtigere Rolle im Portfolio spielen.
  • Anleihesegment: Hier sind vor allem Unternehmensanleihen allokiert. Die Aufstellung bleibt relativ konservativ, so dass dieses Segment in turbulenten Zeiten zur Fondsstabilisierung beitragen kann. Die Bonität der Emittenten ist mit einem durchschnittlichen Rating von A- hoch und das Zinsänderungsrisiko mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von aktuell gut 3 Jahren begrenzt. Wegen ihrer Renditeaufschläge und zu Diversifizierungszwecken werden Fremdwährungsanleihen beigemischt.
  • Die Allokationsentscheidungen erfolgen im Rahmen des 2019 neu aufgesetzten Investmentprozesses des Haspa-Portfoliomanagements. Dieser beinhaltet eine laufende, umfassende und tiefgreifende Analyse des Kapitalmarktumfeldes durch verschiedene Teams mit dem Ziel, geeignete strategische und taktische Anlagemöglichkeiten zu identifizieren. Die Portfolioaufstellung wird fortwährend überwacht und ggf. angepasst.
  • Mit der auf diesem Wege seit Jahresanfang erreichten Wertentwicklung liegt der Hamburger Stiftungsfonds im Vergleich zu anderen Stiftungsfonds im oberen Mittelfeld. Auch im Hinblick auf seinen konservativen Ansatz steht er damit solide im Wettbewerb.
  • Bereits seit 2013 wird der Hamburger Stiftungsfonds von ISS oekom auf seine Nachhaltigkeit geprüft. Der Nachhaltigkeitsgedanke wird vor allem durch Ausschlusskriterien bezüglich fossile Energie, Atomenergie und Rüstungsgüter/Waffen umgesetzt. Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Kapitalmarktausblick “Nachhaltig in eine neue Realität”

 

Nach wie vor liegt die Priorität beim Hamburger Stiftungsfonds in einer verlässlichen und auskömmlichen Ausschüttung. Diese soll trotz zwischenzeitlicher Marktschwankungen regelmäßig an die Anleger fließen und diesen ermöglichen, ihren Stiftungszweck zu realisieren. Auf diese Weise wurden die Anleger in den letzten Jahren durch das “Zinstal” begleitet, welches durch die Weltfinanzkrise und die Euro-Schuldenkrise entstandenen war. So ist in den zehn Jahren seit Bestehen des Fonds die Ausschüttung Jahr für Jahr gestiegen oder zumindest konstant geblieben.

Die Corona-Krise führte allerdings zu einer weiteren Zementierung des Niedrigzinsumfeldes, denn die Notenbanken wurden 2020 durch die Aufnahme massiver Anleihekäufe sowie weiterer Maßnahmen expansiver als je zuvor. Dies betrifft nicht nur die EZB, sondern die Notenbanken weltweit. Insofern ist die Rückkehr zu auskömmlicheren Renditeniveaus, welche sich zwischenzeitlich abgezeichnet hatte und welche auch wieder höhere ordentliche Erträge der Anlagen im Hamburger Stiftungsfonds ermöglicht hätte, auf absehbare Zeit nicht mehr zu erwarten.

Daher passt das Fondsmanagement die Ausschüttungspolitik für den Hamburger Stiftungsfonds den veränderten Rahmenbedingungen an und senkt nun erstmals die Ausschüttungshöhe. Wir streben auf dem angepassten Niveau wiederum Verlässlichkeit und Kontinuität für die Stiftungen an.

Am 18. Dezember 2020 (Ex-Tag) werden somit die folgenden Ausschüttungen vorgenommen:

P-Tranche: 1,60 EUR (Rendite von 1,8%), (2019: 2,45 EUR)
I-Tranche: 16,00 EUR (Rendite von 1,8%), (2019: 27,75 EUR)

Auch mit den angepassten Beträgen ist die Ausschüttung des Hamburger Stiftungsfonds im Vergleich zum Wettbewerb attraktiv. Zudem wird auch in diesem Jahr die Ausschüttungshistorie fortgesetzt: So wurde seit Bestehen des Fonds jedes Jahr eine Ausschüttung vorgenommen, während einige Wettbewerber die Ausschüttung sukzessive gesenkt oder sogar ausgesetzt haben.


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