Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 23. November 2020

Konjunktur und Preise

 

Stand 13.11.2020

Deutschland, Frankreich, Euro-Zone: Einkaufsmanagerindizes

Während die Einkaufsmanagerindizes (PMI) im Dienstleistungssektor wegen des neuerlichen Lockdowns in den rezessiven Bereich abtauchten, bewegten sie sich in der Industrie zuletzt teilweise sehr weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Gemäß der Konsensschätzung hat sich die Zuversicht im industriellen Bereich gehalten, wenngleich die PMIs im November etwas zurückgekommen sein dürften. Dies würde unsere Einschätzung unterstreichen, dass sich die konjunkturelle Erholung derzeit deutlich verlangsamt.

Deutschland, Euro-Zone: ifo und ESI

Der ifo Geschäftsklimaindex gab im Oktober nach fünfmaliger Verbesserung erstmals wieder leicht nach, während sein europäisches Pendant, der ESI, stabil blieb. Der Economic Sentiment Index (ESI), auch als Index des Wirtschaftsvertrauens bezeichnet, tauchte im Frühjahr viel weiter ab als der ifo. Beide Indizes erholten sich kräftig, liegen jedoch immer noch unter dem Vorkrisenniveau. Dabei ist der Abstand des ESI deutlich größer als der des ifo. Hat die Freude über einen Impfstoff oder die Sorge wegen des neuerlichen Lockdown die aktuellen Umfragen mehr beeinflusst? Folgt man den Konsensschätzungen, so hat sich der Lockdown durchgesetzt, denn sowohl beim ifo als auch beim ESI werden im November niedrigere Werte erwartet.