China bleibt auf dem Wachstumspfad

veröffentlicht am 16. November 2020

China bleibt auf dem Wachstumspfad

China setzte im Oktober seine beeindruckende konjunkturelle Erholung fort. Während die Einzelhandelsumsätze um 4,3% zulegten, verbesserte sich die Industrieproduktion erneut deutlich und lag um 6,9% über dem Niveau des Vorjahres.

Es zeichnet sich immer stärker ab, dass China die einzige größere Volkswirtschaft sein wird, die im Corona-Jahr 2020 eine positive Wachstumsrate generiert. Bereits in den ersten neun Monaten 2020 wuchs das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7% auf 72,3 Billionen Renminbi (RMB).

Im 3. Quartal stieg das chinesische BIP um 2,7% zum Vorjahr und um 4,9% zum Vorquartal.

BIP 2020: +2%

In der Annahme, dass Chinas Wirtschaft im Schlussquartal das jüngste Wachstumstempo halten kann, zeichnet sich für das Gesamtjahr 2020 eine Wachstumsrate des BIP von 2% ab.

BIP 2021: +9%

Im nächsten Jahr rechnen wir mit einem Wachstum des chinesischen BIP von etwa 9%. Rund zwei Drittel davon resultieren allerdings aus dem statistischen Überhang aus 2020.

China als Motor der globalen Erholung

Das Reich der Mitte ist für zahlreiche Volkswirtschaften der bedeutendste Handelspartner.

Die konjunkturelle Erholung Chinas strahlt daher nicht nur auf die asiatischen Nachbarn aus, sondern auch auf Europa, insbesondere auf Deutschland. Denn im vergangenen Jahr war China im vierten Jahr in Folge der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Warenimporte von rund 110 Mrd. EUR standen Exporte von 96 Mrd. EUR gegenüber. Darüber hinaus produzieren und verkaufen zahlreiche inländische Unternehmen ihre Güter und Dienstleistungen in der Volksrepublik.