Branchenallokation

veröffentlicht am 13. November 2020

Branchenallokation

 

Stand 13.11.2020

Aktuelle Gewichtung:

Im Börsenmonat Oktober offenbarte sich ein zweigeteiltes Bild. In der ersten Hälfte robbten sich die internationalen Aktienmärkte weiter nach oben und der Deutsche Aktienindex (DAX) übersprang die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten, bevor die Kräfte und der Mut auf dieser Flughöhe abermals nachließen. Kursstützend wirkten neben der raschen Genesung des mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidenten vor allem die überwiegend günstigen Konjunkturdaten rund um den Globus. In der zweiten Hälfte übernahmen die rasant steigenden Neuinfektionszahlen und deren potenzielle ökonomische Folgen angesichts der weltweiten Pandemie das Ruder bei der Risikowahrnehmung und die Nervosität unter den Marktteilnehmern erhöhte sich sprunghaft.

Performance Oktober 2020:

Mit Blick auf den zunehmenden Abgabedruck taten sich gleichwohl im regionalen Vergleich sichtbare Unterschiede auf. Während die europäischen Indizes deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden, behaupteten sich die Börsenplätze in den USA einigermaßen und vor allem in Asien tapfer. Explizit verlor das heimische Leitbarometer im Oktober 9,4% an Wert, der Euro Stoxx 50 7,4%. Unter den einzelnen Sektoren kamen erstmals in diesem Jahr die Technologiewerte unter die Räder. Deren mindere Berücksichtigung gegenüber der Benchmark half uns ebenso wie die Übergewichtung im defensiven Bereich Telekommunikation. Überraschend gut schlugen sich auch die gebeutelten Bankentitel in diesem ungemütlichen Börsenwetter.

Wir nehmen im November keine Anpassung der sektoralen Aufteilung vor. Generell bleibt die Ausrichtung der Branchenallokation angesichts der erreichten Flughöhe an den internationalen Aktienmärkten eher defensiv orientiert. Für eine Erhöhung der zyklischen Gewichte ist es aus unserer Sicht noch zu früh.

Performance 2020: