US-Arbeitsmarkt erholt sich langsam

veröffentlicht am 6. November 2020

US-Arbeitsmarkt erholt sich langsam

Mit der Schaffung von 638.000 neuen Stellen setzte der amerikanische Arbeitsmarkt im Oktober seine Erholung fort. Der Zuwachs lag etwas über den Erwartungen. Der Wert für September wurde auf 672.000 nach oben revidiert.

Die Arbeitslosenquote sank im Oktober sehr stark von 7,9% auf 6,9%.

Die Stundenlöhne stiegen um 0,1% zum Vormonat und waren 4,5% höher als im Oktober 2019.

Damit sind rund 54% der im März und April verloren gegangenen 22,2 Mio. Arbeitsplätze wieder besetzt worden.

Wie geht es weiter?

Die Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt dürfte anhalten, sich angesichts stark gestiegener Infektionszahlen jedoch weiterhin recht zäh gestalten. Wir gehen davon aus, dass die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze weiter leicht abflachen wird.

Damit dürfte das Vor-Corona-Niveau von etwa 152 Mio. Arbeitsplätzen frühestens im nächsten Jahr wieder in Sicht kommen. Im Oktober gab es lediglich 142,4 Millionen besetzte Stellen.

Je schneller sich der Arbeitsmarkt erholt, umso ausgeprägter wird auch das Verbrauchervertrauen sein. Dieses wiederum ist enorm wichtig für die US-Konjunktur, denn rund 70% des Bruttoinlandsprodukts in den USA werden über den privaten Verbrauch generiert. Ohne einen nachhaltigen Aufschwung am Arbeitsmarkt und ein ausgeprägtes Verbrauchervertrauen ist ein kräftiger Aufschwung in den USA kaum möglich.

Fazit: Sollte sich die Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt nicht beschleunigen, könnten sich die Wachstumsprognosen für 2021 als zu optimistisch erweisen.