US-Berichtssaison Q3 2020

US-Berichtssaison Q3 2020

Abseits der dominierenden US-Präsidentschaftswahlen und der schwelenden Gesundheitskrise sind die ersten Blue Chips aus Übersee in Gestalt der amerikanischen Großbanken ab dieser Woche wieder dazu verpflichtet, über ihre Aktivitäten im dritten Quartal 2020 Rechenschaft abzulegen. Auf die Publikationen der Finanzinstitute folgt gen Monatsende traditionell die Schar an prominenten Technologiefirmen.

 

Nach dem heftigen, pandemiebedingten Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal sollte sich die weltweit größte Volkswirtschaft im Sommerquartal markant erholt haben. Dafür spricht der deutliche Anstieg einer Serie von Konjunkturindikatoren – wie hier bei dem ISM Einkaufsmanagerindex illustriert. Die US-Notenbank kümmert sich seit einigen Monaten vorrangig um die Genesung des angeschlagenen Arbeitsmarktes.

Gemäß der Analystenprognosen sollen die aggregierten Erlöse der S&P 500-Gesellschaften im Zeitraum Juli bis September um rund 4 Prozent fallen.

 

Auf der Nettoebene dürften die Erträge erneut spürbar sinken. Mit negativen Beiträgen ist vor allem aus den Bereichen Industrie, Finanzen und Energie zu rechnen. Besser sollten die Berichte aus den Sektoren Technologie und Gesundheit abschneiden.

 

Summa summarum haben sich die herausfordernden Rahmenbedingungen mit Blick auf die wichtigsten volkswirtschaftlichen Kennzahlen mit Sicherheit vom zweiten Katastrophenquartal zum dritten Vierteljahr verbessert. Doch wie findet jenes in den Erfolgsrechnungen der US-Konzerne Ausdruck? Gewiss ist wohl, dass angesichts der erreichten Flughöhe der Aktienbarometer und der angespannten Bewertung vor allem die Dickschiffe auch liefern müssen.