Konjunktur und Preise

veröffentlicht am 29. Mai 2020

Konjunktur und Preise

 

Stand 29.05.2020

Euro-Zone: Notenbanksitzung

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte die Leitzinsen unverändert lassen. Auch bei den Konditionen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte ist erst einmal keine weitere Verbesserung zu erwarten. Änderungen könnte es allerdings beim Anleihekaufprogramm PEPP geben. Sollte die EZB die Käufe im aktuellen Tempo fortsetzen, dürfte das PEPP-Kontingent von 750 Mrd. EUR nämlich bereits im Juli ausgeschöpft sein. Wir gehen daher davon aus, dass am Donnerstag das Volumen deutlich erhöht und das Programm über das Jahresende 2020 hinaus verlängert wird.

USA: Arbeitsmarkt

Der Einbruch am US-Arbeitsmarkt im April war ohne Beispiel. Mehr als 20 Mio. Arbeitsplätze gingen in einem Monat verloren und die Arbeitslosenquote schnellte auf knapp 15%. Damit dürfte die rasante Talfahrt jedoch noch nicht beendet sein, denn im Mai dürften gemäß der Konsensschätzung weitere 7,45 Mio. Stellen abgebaut worden sein. Die Arbeitslosenquote dürfte daher auf knapp 20% steigen. Möglicherweise ist dies dann der Tiefpunkt der aktuellen Krise, denn im Zuge der Lockerungsmaßnahmen sollten wieder zahlreiche Stellen besetzt werden. Ob und wann allerdings die Rückkehr zur Vollbeschäftigung gelingt, ist ungewiss.