Wochenausblick Aktien

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Neues Rekordhoch beim DAX

Am Mittwochmorgen war es endlich vollbracht: Der Deutsche Aktienindex (DAX) knackte seinen aus dem Januar 2018 datierten Rekord, indem die inländische Leitbörse die Marke von 13.600 Punkten zumindest zwischenzeitlich hinter sich ließ. Kurz nach dem Gipfelsturm ging den Anlegern allerdings die Puste aus und die Aktienmärkte legten den Rückwärtsgang ein. Verunsicherung schürte die Furcht vor einer raschen Ausbreitung des Corona-Virus in China und den daraus resultierenden Auswirkungen für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft.

Der auf dem Weltwirtschaftsgipfel im Schweizer Davos veröffentlichte Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) fiel gegenüber der Oktober-Schätzung etwas zurückhaltender aus. Gleichwohl sollte die globale Konjunktur demnach im laufenden und im kommenden Jahr getragen von der unterstützenden Geldpolitik der Notenbanken sowie der anziehenden Dynamik in den Schwellenländern etwas an Schwung gewinnen. Die grundsätzlich gute Laune auf dem Parkett wurde von dem jüngsten ZEW-Indikator nochmals gehoben. Die adressierten Finanzexperten gaben sich im Rahmen der monatlichen Umfrage erneut deutlich optimistischer hinsichtlich der heimischen Konjunkturperspektiven. Explizit stieg das Barometer auf den höchsten Stand seit Juli 2015.

Unter den Einzelwerten bestätigten die Versorger-Papiere in der Berichtswoche ihren guten Lauf, während Aktien aus der Automobilbranche nach wie vor einen schweren Stand bei den Marktteilnehmern haben.

Wie geht es weiter?

Die Trends aus dem vergangenen Jahr erfahren in diesen Tagen augenscheinlich eine Fortsetzung. Das Sponsoring der wichtigsten Notenbanken bleibt ein Schlüsselfaktor für die internationalen Aktienmärkte, wobei die amerikanischen Leitbörsen die Richtung vorgeben. Neben der anhaltenden Großzügigkeit der Währungshüter scheint aus unserer Sicht eine weitere Verbesserung der konjunkturellen Frühindikatoren rund um den Globus erforderlich. Das frisch unterzeichnete Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China dürfte mit Blick auf die kommenden Stimmungsumfragen im Unternehmenssektor sicherlich vorteilhaft abstrahlen.

In den Vereinigten Staaten steht der Höhepunkt der Berichtssaison in Gestalt der höchstkapitalisierten Technologiekonzerne unmittelbar vor der Tür. Die Erfahrungen aus den letzten beiden Handelswochen zeigen, dass die Erwartungen an die Gesellschaften erneut nicht allzu hoch gehängt wurden und positive Überraschungen mehrheitlich gelingen sollten.

Summa summarum bleibt unsere Grundhaltung für Dividendenpapiere trotz der erreichten Flughöhe positiv. Vielmehr sind an unserem fundamentalen Kursziel von 14.000 Punkten für den DAX keinerlei Abstriche zu machen.

Stand 23.01.2020