US-Berichtssaison Q4 2019

US-Berichtssaison Q4 2019

Abseits des immer noch dominierenden Handelskonflikts und der damit verbundenen Konjunktursorgen sind die ersten Blue Chips aus Übersee in Gestalt der amerikanischen Großbanken ab dieser Woche wieder dazu verpflichtet, über ihre Aktivitäten im vierten Quartal 2019 Rechenschaft abzulegen. Auf die Publikationen der Finanzinstitute folgt gen Monatsende traditionell die Schar an prominenten Technologiefirmen.

 

In den USA ist der immer noch ausgesprochen starke Arbeitsmarkt der Garant des Aufschwungs. Er sorgt für stabile Zuwachsraten beim privaten Konsum. Der industrielle Sektor befindet sich am Rande der Rezession (siehe oben). Im vierten Quartal 2019 dürfte die US-Wirtschaft ebenso wie im dritten Vierteljahr um annualisiert 2,3 Prozent gewachsen sein.

Was haben wir konkret von den Erfolgsrechnungen der Großkonzerne zu erwarten? Im Vorfeld der Bilanzsaison prognostiziert die Analystengilde in der aggregierten Betrachtungsweise einen Erlösaufschlag von 4,2 Prozent.

 

Auf der Nettoebene dürften die aggregierten Erträge gemäß der stark reduzierten Konsensschätzungen erneut sinken.

 

Summa summarum hat das Tiefstapeln an der Wall Street bekanntlich Methodik. Im Vorlauf einer anstehenden Berichtssaison werden sukzessive die Erwartungen an die US-Konzerne heruntergeschraubt. Ein bekanntes Muster, welches auch in diesem Zeitfenster zu beobachten ist und im Nachgang die Kurse zumeist stützt.