Konjunktur und Preise

Veröffentlicht am 8. November 2019

Konjunktur und Preise

 

Stand 08.11.2019

China: Industrie und Einzelhandel

China leidet in vielen Bereichen unter dem Handelsstreit mit den USA. So fallen die Wachstumsraten bei der Industrieproduktion deutlich geringer aus als in früheren Zeiten. Es mag auch damit zusammenhängen, dass China seit Jahren die konjunkturelle Abhängigkeit von Industrie und Export zugunsten einer höheren Gewichtung des Dienstleistungssektors verringert. Aber auch im Einzelhandel sind die Bremsspuren des Handelsstreits zu spüren, obwohl im Oktober wieder eine etwas höhere Wachstumsrate erwartet wird. Insgesamt dürfte China alles daran setzen, das diesjährige BIP-Wachstumsziel von 6,0% bis 6,5% zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass es gelingt obwohl im Oktober wieder eine etwas höhere Wachstumsrate erwartet wird. Insgesamt dürfte China alles daran setzen, das diesjährige BIP-Wachstumsziel von 6,0% bis 6,5% zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass es gelingt..

Deutschland: Wachstumsrate BIP

Gemäß der Konsensschätzung ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch im 3. Quartal zum Vorquartal leicht geschrumpft. Nimmt man allerdings die bereits veröffentlichten Wachstumsraten aus Frankreich, Italien, Spanien und der Euro-Zone als Berechnungsgrundlage, so gab es keine rote, sondern eher eine schwarze Null. Das BIP müsste im 3. Quartal zumindest stagniert haben. Das Statistische Bundesamt wird diese Ungereimtheit in seiner „Schnellmeldung“ am Donnerstag aufklären. Sollte es beim BIP tatsächlich kein Minus gegeben haben, wäre Deutschland an einer „technischen Rezession“ vorbeigeschrammt. Dies könnte vom Markt positiv gewertet werden.