Konjunktur und Preise

Veröffentlicht am 18. Oktober 2019

Konjunktur und Preise

Stand 18.10.2019

 

Einkaufsmanagerindizes Frankreich, Deutschland, Euro-Zone

 

Die industriellen Einkaufsmanagerindizes (PMI) haben in den vergangenen Monaten stark enttäuscht. Gab es zur Jahresmitte noch vorsichtige Hoffnungen auf eine Stabilisierung, gingen diese verloren als die PMI im September erneut deutlich nachgaben. Sie unterstreichen die Einschätzung, dass sich die europäische Industrie derzeit in einer Rezession befindet. Ein Ende dieser Schrumpfungsphase ist bisher nicht in Sicht, denn gemäß Konsensschätzung werden die PMI auch im Oktober das Vormonatsniveau lediglich gut behaupten. Sollten sie die relativ niedrigen Erwartungen allerdings übertreffen, dürfte dies am Aktienmarkt mit steigenden Kursen gefeiert werden.

Deutschland: Konjunkturelle Frühindikatoren

 

Der GfK Konsumklimaindex und der ifo Geschäftsklimaindex zählen zu den meist beachteten konjunkturellen Frühindikatoren in Deutschland. Während sich das Konsumklima zuletzt wieder etwas erholte und immer noch auf einem relativ hohen Niveau verharrt, kühlte sich das Geschäftsklima im Sommerhalbjahr sehr stark ab. Erst im September wurde der freie Fall des Index gestoppt. Für den Oktober wird beim ifo Geschäftsklimaindex allenfalls eine marginale Verbesserung erwartet. Der GfK Konsumklimaindex dürfte auf dem Vormonatsniveau verharren. Er profitiert nach wie vor von der guten Beschäftigungssituation und signalisiert ein solides Wachstum der privaten Konsumausgaben. Diese machen zusammen mit dem staatlichen Konsum mehr als drei Viertel des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus. Sollten ifo und Gfk die Erwartungen merklich übertreffen, dürfte dies den jüngsten Kursaufschwung verlängern.