US-Berichtssaison kann erneut überzeugen

US-Berichtssaison kann erneut überzeugen

Die US-amerikanische Unternehmensberichtssaison für das zweite Quartal 2019 hat ihren Zenit überschritten. Die größten und bekanntesten Konzerne haben ihre Zahlenwerke präsentiert. Zeit für ein Resümee: Im Vorfeld der Berichtserstattungen geisterte erneut die Vokabel “Gewinnrezession” durch die Handelsräume an der Wall Street. Die Analysten erwarteten also nach dem Herauswachsen der vorteilhaften Steuereffekte einen Rückgang der Erträge. Nun ist es aber doch nicht so schlimm gekommen.

Flankiert von den schwelenden Handelsstreitigkeiten legten die Umsätze der im marktbreiten S&P 500 gelisteten Blue Chips nach den aktuellsten Aufzeichnungen des Finanzdatendienstleisters Thomson Reuters I/B/E/S in der aggregierten Betrachtungsweise um 4,7 Prozent in der Berichtsperiode zu. Vor Beginn der Saison wurde noch ein Anstieg von 3,6 Prozent erwartet.

 

In diesem Zusammenhang konnten 57 Prozent der Gesellschaften die Marktvorgaben übertreffen. Vor allem die Berichte aus dem Konsumsektor (71% über Erwartungen) und der Technologiebranche (69% über den Erwartungen) wussten mit großer Mehrheit zu überzeugen.

 

Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis pro Aktie im Zeitraum April bis Juni entgegen der Markterwartungen um 2,8 Prozent, wobei die größten Expansionsraten in den Segmenten Communication Services (+17,1%) und Health Care (+10,1%) zu beobachten waren.

 

In Bezug auf die Konsensschätzungen konnten 74 Prozent der Unternehmen die Prognosen der Analysten überflügeln. Die meisten positiven Überraschungen gab es im Gesundheitssektor (95% über Erwartungen).

 

Schließlich gilt zu konstatieren: Es wurde im Vorfeld mal wieder zu tief gestapelt. Ein Quartal mit rückläufigen Gewinnen konnte erneut abgewendet werden. Das stützt das Sentiment an der Wall Street.