Konjunktur und Preise

Veröffentlicht am 17. Juni 2019

Konjunktur und Preise

Stand 17.06.2019

 

USA: Notenbanksitzung

Die US-Notenbank Fed) ist grundsätzlich bereit, mögliche negative Folgen des Handelsstreits mit einer Lockerung der geldpolitischen Zügel abzufedern. Dies können zusätzliche Anleihekäufe oder sinkende Leitzinsen sein. Auf der anstehenden Sitzung ist allerdings noch keine Zinssenkung zu erwarten. Der Fed wurde vom US-Präsidenten kürzlich mal wieder bescheinigt, sie habe „keine Ahnung”. Die Zinsen seien zu hoch und der Dollar zu teuer. Die Leitzinsen sollten unverzüglich gesenkt werden. Um ihre Unabhängigkeit von der Politik zu unterstreichen dürfte die Fed daher den Leitzins zunächst unverändert lassen. Anderenfalls könnte am Markt die Vorstellung aufkommen, der Notenbankpräsident sei „Trumps Pudel”.

Frankreich, Deutschland, Euro-Zone: Einkaufsmanagerindex Industrie

Die industriellen Einkaufsmanagerindizes (PMI) haben sich nach einer mehr als einjährigen Talfahrt auf niedrigem Niveau gefangen. Gemäß der Konsensschätzung werden im Juni lediglich geringfügige Verbesserungen erwartet. Mit einer ausgeprägten Erholung ist erst zu rechnen, wenn die politischen Verunsicherungen vom Tisch sind. Dies wäre der Fall, wenn es Ende Juni auf dem G20-Gipfel in Japan zu dem erhofften Deal zwischen den USA und China kommen sollte. Falls die Einkaufsmanagerindizes die Erwartungen der Marktteilnehmer verfehlen, dürften neuerliche Rezessionssorgen aufkommen und den Aktienmarkt belasten.