Bund-Renditen unter Wasser: Der Zins ist tot

Veröffentlicht am 15. Mai 2019

Bund-Renditen unter Wasser: Der Zins ist tot

 

Die Renditen der Bundesanleihen sind in den vergangenen Tagen weiter gesunken. Sie befinden sich einschließlich 10-jähriger Restlaufzeiten deutlich “unter Wasser”, sprich im negativen Terrain.

EZB hält am “Strafzins” fest

„Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Leitzinsen der EZB mindestens über das Ende 2019 und in jedem Fall so lange wie erforderlich auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden.” Mit diesen einleitenden Bemerkungen zur Pressekonferenz ließ EZB-Präsident Draghi im März die letzten noch verbliebenen Zinshoffnungen platzen.

USA: Ende der Leitzinstreppe erreicht

Auch in den USA sind die Zinsauftriebskräfte erloschen. So erklärte die US-Notenbank (Fed) im März den aktuellen Leitzinszyklus für beendet. Sie will in diesem Jahr keine weitere Leitzinserhöhung vornehmen. Am Markt wird vielmehr damit gerechnet, dass sie im nächsten Winterhalbjahr den Leitzins bereits wieder ermäßigen wird.

Der Zins ist tot

Seither sind die Zinserwartungen weiter gesunken. Wir gehen beispielsweise davon aus, dass die nächste Anhebung des Hauptrefinanzierungssatzes erst im Jahr 2022 beschlossen wird. Europa dürfte eine beispiellose Zeit niedrigster Renditen bevorstehen.

Die Renditen in Deutschland dürften in absehbarer Zeit nahe null oder sogar negativ bleiben und den realen Kapitalverlust zementieren. Vor diesem Hintergrund wiederholen wir das

Fazit unserer Frühjahrsprognose:

Es gilt, das „Tal der toten Zinsen” mit der richtigen Ausrüstung und einem möglichst auskömmlichen Portfolio sicher zu durchqueren. Wir empfehlen eine ausgewogene Mischung aus Aktien, Immobilien, Fremdwährungen und speziellen Themenfonds.