Chart of the Day 14.05.2019 Überhitzung beim DAX abgebaut

Der Relative-Stärke-Indikator (RSI) wurde von Welles Wilder im Jahr 1978 der Öffentlichkeit als Momentum-Oszillator vorgestellt und nimmt schon länger einen festen Platz im Werkzeugkasten der technischen Analyse ein. Der RSI berechnet die Relation der Schlusskurse eines Finanzinstruments zueinander, wobei das Verhältnis zwischen 0 und 100 schwanken kann. Werte von 70 und mehr zeigen eine “überkaufte” Situation an, Werte von unter 30 zeigen irrationale (Panik-)Verkäufe auf. Wie sieht die aktuelle Lage für den DAX aus? Nach dem Anfang Mai erreichten Jahreshoch oberhalb von 12.400 Punkten und einem ungewöhnlich hohen RSI-Wert von 78 setzte (“mit Ansage”) eine wohlverdiente Konsolidierung ein. Inzwischen hat sich das Klima spürbar abgekühlt, von einer Überhitzung kann bei einem RSI-Wert von 40 keine Rede mehr sein. Damit sollten für den heimischen Leitindex alleine aus dieser Perspektive gute Chancen auf eine kurzfristige Stabilisierung bzw. Erholung bestehen.