US-Berichtssaison kann erneut überzeugen

US-Berichtssaison kann erneut überzeugen

Die US-amerikanische Unternehmensberichtssaison für das erste Quartal 2019 hat ihren Zenit überschritten. Die größten und bekanntesten Konzerne haben ihre Zahlenwerke präsentiert. Zeit für ein Resümee: Im Vorfeld der Berichterstattungen geisterte die Vokabel “Gewinnrezession” durch die Handelsräume an der Wall Street. Die Analysten erwarteten also nach dem Herauswachsen der vorteilhaften Steuereffekte einen Rückgang der Erträge. Nun ist es aber doch nicht so schlimm gekommen.

Flankiert von den schwelenden Handelsstreitigkeiten legten die Umsätze der im marktbreiten S&P 500 gelisteten Blue Chips nach den aktuellsten Aufzeichnungen des Finanzdatendienstleisters Thomson Reuters I/B/E/S in der aggregierten Betrachtungsweise um 5,6 Prozent in der Berichtsperiode zu. Auch vor dem Hintergrund des konjunkturellen Rückenwindes – das US-BIP kam im ersten Vierteljahr mit einer annualisierten Rate von 3,2 Prozent voran – zog das Wachstumstempo gegenüber dem Vorquartal sogar noch etwas an.

 

In diesem Zusammenhang konnten 58 Prozent der Gesellschaften die Markterwartungen übertreffen. Vor allem die Berichte aus dem Gesundheitssektor (74% über Erwartungen) und der Technologiebranche (72% über Erwartungen) wussten mit großer Mehrheit zu überzeugen.

 

 

Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis pro Aktie im Zeitraum Januar bis März entgegen der Markterwartungen leicht um 1,2 Prozent, wobei die größten Expansionsraten in den Segmenten Health Care (+10,1%) und Financials (+8,1%) zu beobachten waren.

 

In Bezug auf die Konsensschätzungen konnten 75 Prozent der Unternehmen die Vorgaben der Analysten überflügeln. Die meisten positiven Überraschungen gab es im schwergewichtigen Technologiesektor (85% über Erwartungen).

 

Schließlich gilt zu konstatieren: Es wurde im Vorfeld mal wieder zu tief gestapelt. Ein Quartal mit rückläufigen Gewinnen konnte vorerst abgewendet werden. Das stützt das Sentiment an der Wall Street.