DAX-Berichtssaison Q1 2019

DAX-Berichtssaison Q1 2019

Saisonbeginn naht

Nachdem in den Vereinigten Staaten einige namhafte Schwergewichte ihre Bücher für das erste Quartal 2019 bereits offen gelegt haben, stehen nun auch die heimischen Großkonzerne in den Startlöchern, um über den Geschäftsverlauf in der abgelaufenen Berichtsperiode zu informieren und einen vagen Ausblick auf das Gesamtjahr vor dem Hintergrund der schwelenden politischen Problemfelder und im Angesicht der weltwirtschaftlichen Abschwächung zu wagen.

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Die maßgeblichen industriellen Frühindikatoren wie der ifo Geschäftsklimaindex (Lage/Erwartungen) und die Einkaufsmanagerindizes haben sich über einen längeren Zeitraum merklich abgekühlt. Im zweiten Halbjahr 2018 ist die deutsche Wirtschaft nur knapp an einer “technischen” Rezession vorbeigeschrammt. Für das erste Vierteljahr 2019 gehen wir von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in einer moderaten Höhe von 0,2 Prozent aus.

 

Was haben wir nun konkret von den Erfolgsrechnungen der inländischen Blue Chips zu erwarten?

Im Vorfeld der Berichterstattungen prognostizierten die Experten in der aggregierten Betrachtungsweise ein Erlösplus von 7,2 Prozent gegenüber der Vorjahresbasis. In Relation zum Vorquartal entspricht das einem Aufschlag von 2,8 Prozent.

 

Dabei dürften die Wechselkurseffekte bei den exportorientierten Unternehmen einen vorteilhaften Einfluss ausüben. Die europäische Gemeinschaftswährung ist im Verlauf von Q1 in der engen Bandbreite von 1,12 bis 1,15 US-Dollar gependelt und hat mit Blick auf den Greenback abgewertet.

 

Parallel zu den Umsätzen der 30 DAX-Gesellschaften sollte das zusammengefasste operative Resultat gemäß den Aufzeichnungen des Finanzdatendienstleisters Bloomberg im Vergleich zur Vorjahresbasis sinken. Von daher liegt der Margenkonsens in Bezug auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit 12,2 Prozent unterhalb des Mittelwertes der vergangenen Geschäftsjahre in Höhe von 13,8 Prozent.

 

Auf der Nettoebene wird schließlich die Gewinngröße des Vorquartals angepeilt.

Fazit

Summa summarum bewegen sich die Unternehmen aus der ersten deutschen Börsenliga in einem schwierigen Umfeld. Der konjunkturellen Rückenwind hat sich an vielen Fronten merklich abgeschwächt. Und auch die politischen Unwägbarkeiten dürften dazu führen, dass die Geschäftsausblicke wenig mutig bzw. minder optimistisch erscheinen. Der Aktienmarkt hat allerdings besonders in Q4 2018 bereits viel Negatives eingepreist. Wir gehen von einer gemischten Saison mit Licht und Schatten aus.