Konjunktur und Preise

Veröffentlicht am 18. April 2019

Konjunktur und Preise

 

Stand 18.04.2019

 

Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex

Gemäß der Konsensschätzung soll sich das Geschäftsklima in Deutschland im April leicht verbessert haben. Dies würde den Vorgaben anderer konjunktureller Frühindikatoren wie dem ZEW Indikator oder den industriellen Einkaufsmanagerindizes entsprechen. Sollte es wider Erwarten einen deutlichen Anstieg geben, wäre dies eine positive Überraschung, die dem Aktienmarkt zusätzlichen Aufwind verleihen dürfte. Ein Rückgang des ifo dagegen könnte als Anlass zu Gewinnmitnahmen gesehen werden.

Kanada: Notenbanksitzung

Die Bank of Canada (BoC) hat den Leitzins seit Mitte 2017 in bisher fünf Schritten angehoben. Sie achtet sehr genau darauf, welchen geldpolitischen Pfad die US-Notenbank (Fed) einschlägt, denn sie kommt nicht umhin, in gewissem Maße den Vorgaben der Notenbank des mit Abstand bedeutendsten Handelspartners, der USA, zu folgen. Da die Fed kürzlich das Ende ihrer Leitzinserhöhungen bekannt gab, ist auf der anstehenden Sitzung der BoC ebenfalls keine Leitzinsänderung zu erwarten.

Japan: Notenbanksitzung

Die Bank of Japan (BoJ) verfolgt eine “quantitative und qualitative monetäre Lockerung mit Zinskurvensteuerung” (Quantitative and Qualitative Monetary Easing (QQE) with Yield Curve Control). Genau wie die EZB hat sie den Einlagesatz der Banken zu einem “Strafzins” umgestaltet. Er liegt seit Anfang 2016 bei minus 0,1%. Die BoJ will die extreme Niedrigzinspolitik solange fortsetzen, bis sich die Inflationsrate oberhalb des Zielwertes von 2% festgesetzt hat. Das kann noch sehr lange dauern. Eine Leitzinsänderung ist demzufolge nicht zu erwarten.