Wochenausblick Aktien

Veröffentlicht am 21. März 2019

Wochenausblick Aktien

Erst neue Jahreshöchststände, dann Rückwärtsgang

Der Deutsche Aktienindex (DAX) schnellte zu Wochenbeginn zunächst nach oben und markierte neue Jahreshöchststände etwas oberhalb von 11.800 Punkten. Ursächlich war die sich immer deutlicher abzeichnende Verschiebung des Brexit über den 29. März hinaus. Zudem kamen aus den USA positive Signale bezüglich der Verhandlungen mit China. Ausgeprägte Gewinnmitnahmen ließen den DAX zur Wochenmitte jedoch wieder unter seine Ausgangsposition zurückfallen. Zweistellige prozentuale Verluste verzeichnete die Aktie der Bayer AG, nachdem ein US-Gericht dem Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmittel Roundup der Bayer-Tochter Monsanto eine erhebliche Mitschuld an der Krebserkrankung eines Klägers gab. Die Entscheidung der US-Notenbank fiel weitgehend wie erwartet aus und rief daher kaum Kursveränderungen hervor.

Wie geht es weiter?

Die nach wie vor erwartete Verschiebung des Brexit sowie wachsende Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben am Markt zu einer gewissen Erleichterung geführt. Die zum Jahreswechsel noch sehr stark eingetrübte Stimmung hellte sich zuletzt spürbar auf. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit die Entscheidung der US-Notenbank, ihre geldpolitischen Bremsmanöver schneller als erwartet abzuschwächen. Dies dürfte den Wechselkurs des US-Dollar tendenziell belasten. Hilfreich waren auch die nachlassenden Rezessionsbefürchtungen in Deutschland. So fiel der ZEW Indikator deutlich besser aus als erwartet. Ihm eilt der Ruf voraus, konjunkturelle Wendepunkte relativ früh anzuzeigen. Da sich „der ZEW” im März bereits zum vierten Mal hintereinander verbesserte, stärkt er die Erwartung, dass die inländische Konjunktur nach einem verhaltenen Jahresauftakt wieder einen Gang hochschaltet. Technisch gesehen dürfte der DAX erst einmal den Rückwärtsgang einlegen, nachdem er an der bei rund 11.800 Punkten verlaufenden 200-Tage-Durchschnittslinie „abgeprallt” ist. Unverändert empfehlen wir angesichts der bestehenden Problemfelder in Europa eine globalere Aufstellung des Portfolios.

Stand  21.03.2019