Konjunktur und Preise

Veröffentlicht am 18. Februar 2019

 

Stand 18.02.2019

 

 

Deutschland: ZEW und ifo

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW ermittelte Index gilt als Vorbote konjunktureller Wendepunkte. Er bildete im vergangenen Jahr einen Doppelboden aus und zieht bereits wieder etwas an. Für den Februar wird mit einem etwas höheren Wert als im Vormonat gerechnet. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass dem Konjunktureinbruch in der zweiten Jahreshälfte 2018 eine moderate Erholung folgt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist in den vergangenen Monaten fast in den „freien Fall” übergegangen und spiegelt die extrem schlechte Stimmung der Unternehmen wider. Im Februar wird nur noch mit einem marginal rückläufigen Wert gerechnet. Sollte es so kommen, könnte dies die Stabilisierung der Frühindikatoren einleiten und eine Fortsetzung der Erholung an den Aktienmärkten bewirken. Hat der ifo dagegen erneut deutlich nachgegeben, dürfte der Druck auf die Aktienkurse zunehmen.

 

 

Deutschland, Frankreich, Euro-Zone: Einkaufmanagerindizes

Die industriellen Einkaufsmanagerindizes sind im Laufe des vergangenen Jahres von Rekordständen auf die Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten „durchgereicht” worden. Diese Entwicklung spiegelt sehr gut die massive Eintrübung der Stimmung der Marktteilnehmer wider. Im Februar ist erneut mit Werten im Bereich der 50-er Linie zu rechnen. Für einen positiven Stimmungsumschwung dürfte es angesichts des drohenden „harten” Brexit und des bisher ungelösten Handelsstreits zwischen den USA und China noch zu früh sein. Sollten die Indizes dagegen deutlich unter die 50-er Linie fallen, ist mit neuerlichen Kursverlusten am Aktienmarkt zu rechnen.

 

 

USA: Philadelphia-Fed-Index

Die von der US-Notenbankfiliale in Philadelphia erstmals im Mai 1968 veröffentlichte Zeitreihe zählt zu den bedeutendsten konjunkturellen Frühindikatoren in den USA. Negative Indexwerte signalisieren einen bevorstehenden Wirtschaftsabschwung, positive Indexwerte sprechen für eine aufwärts gerichtete Konjunkturentwicklung. Gemäß der Konsensschätzung ist der „Philly-Fed-Index” im Februar von 17 auf 14 Punkte zurückgegangen. Damit würde die zu erwartende Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts klar positiv ausfallen, so dass sich der US-Aufschwung fortsetzt, wenngleich das Tempo in diesem Jahr etwas nachlassen dürfte. Sollte der Index die Schätzung deutlich verfehlen, ist ein Kursrücksetzer am US-Aktienmarkt zu befürchten.