Herbstprognose 2018

Veröffentlicht am 16. Oktober 2018

Herbstprognose

 

Der bisherige Jahresverlauf ist geprägt von etwas weniger glanzvollen Konjunkturdaten als im Ausnahmejahr 2017 sowie diversen Verunsicherungen, die ihren Ursprung im politischen Bereich haben. Während die technologielastigen US-Aktienindizes auch nach den jüngsten Kurskorrekturen noch immer attraktive Niveaus halten, kam der Deutsche Aktienindex zusehends unter Druck. Der erwartete Anstieg der Bund-Renditen blieb bisher aus, weil wiederholte „Flucht in Qualität”-Phasen die Nachfrage nach sicheren Bundesanleihen anschwellen ließen. Wie geht es weiter?

Hier finden Sie die komplette Version:

2018-10-16_Herbstprognose

Fazit:

Wir befinden uns im Spätherbst des Konjunktur- und Marktzyklus. Kennzeichnend hierfür ist u. a. die im Jahresverlauf gestiegene Schwankung an den Aktien- und Kreditmärkten. Sie wurde insbesondere von den politischen Unruheherden rund um den Globus ausgelöst, welche die nach wie vor guten Fundamentaldaten in den Hintergrund drängen. In der Erwartung, dass die Halbwertzeit politischer Börsen begrenzt ist, die US-Notenbank ihren projizierten Zinsanhebungspfad angesichts einer 2019 an Stärke einbüßenden US-Wirtschaft nicht ausschöpft sowie weiter moderat steigender Unternehmensgewinne, sollte das Kaufinteresse nach einer erfolgten Stabilisierung an die Aktienmärkte zurückkehren und für einen versöhnlichen Jahresausklang sorgen. Ob das bewertungstechnisch gerechtfertigte Kursziel dabei noch im laufenden Jahr oder erst 2019 erreicht wird, hängt ganz wesentlich von den erreichten Fortschritten in der Beilegung des Handelskonfliktes ab.